Analyse

MICROSOFT verbucht Gewinnrückgang

Der Softwaregigant Microsoft hat im zurückliegenden Quartal angesichts gestiegener Kosten einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Das Wachstum im Cloudgeschäft fiel etwas höher als erwartet aus. Die Aktien legen nachbörslich in einer ersten Reaktion zu.

Erwähnte Instrumente

  • Microsoft Corp. - WKN: 870747 - ISIN: US5949181045 - Kurs: 242,040 $ (Nasdaq)

Microsoft hat am Abend nach US-Börsenschluss die Quartalszahlen für das zweite Geschäftsquartal 2023 (entspricht dem vierten Kalenderquartal 2022) veröffentlicht. Der Umsatz legte leicht um 2 % auf 52,7 Mrd. USD zu, wie Microsoft mitteilte. Die Analystenschätzungen von 52,93 Mrd. USD wurden damit nicht ganz erreicht. Einem kräftigen Wachstum im Cloudgeschäft stand dabei ein schwächelndes Personal-Computing-Geschäft gegenüber.

Der operative Gewinn sank auf Basis des Rechnungslegungsstandards GAAP um 8 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf 20,4 Mrd. USD, während der Nettogewinn um 12 % auf 16,4 Mrd. USD abnahm. Der Gewinn je Aktie sank von 2,50 USD auf 2,20 USD. Auf bereinigter Non-GAAP-Basis betrug der Gewinn je Aktie 2,32 USD, was leicht über den Erwartungen von 2,30 USD lag.

Das Geschäft mit der Cloud-Computing-Plattform Azure und verwandten Produkten wuchs um 31 %, was leicht über den Erwartungen von 30,6 % lag. Im gesamten Cloudgeschäft wuchs der Umsatz um 22 % auf 27,1 Mrd. USD.

Mit Blick auf die Zukunft setzt Microsoft voll auf das Trendthema künstliche Intelligenz. "Die Microsoft Cloud verwandelt die fortschrittlichsten KI-Modelle der Welt in eine neue Computerplattform", sagte Microsoft-Chef Satya Nadella laut Pressemitteilung. "Wir sind bestrebt, unseren Kunden dabei zu helfen, unsere Plattformen und Tools zu nutzen, um heute mehr mit weniger zu erreichen und Innovationen für die Zukunft in der neuen KI-Ära zu schaffen." Erst kürzlich hatte Microsoft weitere 10 Mrd. USD in OpenAI investiert, das Unternehmen hinter dem Chatbot ChatGPT. Medienberichten zufolge könnte ChatGPT in Microsoft-Anwendungen wie Word und Outlook integriert werden.

Bodenbildung könnte sich nach den Zahlen fortsetzen

Die Microsoft-Aktien reagierten mit nachbörslichen Kursgewinnen von zuletzt rund 4 % auf die Zahlen. Nach deutlichen Kursverlusten im Jahr 2022 haben sie die Aktien zuletzt stabilisiert und scheinen einen Boden oberhalb von ungefähr 220 USD ausgebildet zu haben. Sollten sich die Papiere weiter stabilisieren, könnte zunächst das Kurshoch aus dem Dezember bei 264 USD als Etappenziel dienen.

Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr oder das zweite Halbjahr auf Konzernebene gab Microsoft nicht ab. Auf dem Conference Call wurden Ziele für einzelne Segmente genannt, die aber im Wesentlichen den bisherigen Markterwartungen entsprachen.

Fazit: Die Microsoft-Aktien haben mit nachbörslichen Kursgewinnen auf die Quartalszahlen reagiert, obwohl die Zahlen insgesamt durchwachsen ausgefallen sind.

Jahr 2022e* 2023e* 2024e*
Umsatz in Mrd. USD 212,04 238,73 271,18
Ergebnis je Aktie in USD 9,56 11,12 13,13
KGV 26 23 19
Dividende je Aktie in USD 2,61 2,81 3,19
Dividendenrendite 1,04 % 1,12 % 1,27 %

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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Über den Experten

Oliver Baron
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Experte für Anlagestrategien

Oliver Baron ist Finanzjournalist und seit 2007 als Experte für stock3 tätig. Er beschäftigt sich intensiv mit Anlagestrategien, der Fundamentalanalyse von Unternehmen und Märkten sowie der langfristigen Geldanlage mit Aktien und ETFs. An der Börse fasziniert Oliver Baron besonders das freie Spiel der Marktkräfte, das dazu führt, dass der Markt niemals vollständig vorhersagbar ist. Der Aktienmarkt ermöglicht es jedem, sich am wirtschaftlichen Erfolg der besten Unternehmen der Welt zu beteiligen und so langfristig Vermögen aufzubauen. In seinen Artikeln geht Oliver Baron u. a. der Frage nach, mit welchen Strategien und Produkten Privatanleger ihren Börsenerfolg langfristig maximieren können.

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