Kommentar
14:04 Uhr, 23.03.2026

Market Insights: The Art of the Deal?

Mit den Market Insights bist Du bestens informiert – ob Markttechnik, Saisonalität, Sentiment oder spannende Fakten und Statistiken. Mein Versprechen: Jeden Montag wirst Du mit den Market Insights mindestens eine neue Erkenntnis gewinnen!

Der Markt steht aktuell an einem heiklen Punkt. Nirgends ist man sicher. Fear & Greed bei "Extreme Fear" (15). Extrem schlechte Marktbreite. Extremer Bull-Bear-Spread in der AAII-Befragung. DAX verliert essentielle Chartmarken und der S&P 500 rutscht erstmals seit über 214 Handelstage unter die 200-Tageslinie. Selbst Gold erlebte seine schlechteste Woche seit 1983. Aber es gibt Hoffnung.

📌 Gold verzeichnete einen der schwächsten Wochenrückgänge der gesamten Historie

Der Chart zeigt die wöchentlichen prozentualen Veränderungen des Goldpreises seit 1980. Der aktuelle Rückgang mit rund minus 10,3 % zählt zu den größten negativen Wochenbewegungen im gesamten Zeitraum.

Bloomberg

📌 Phase über der 200-Tageslinie ist beendet

Hier sieht man, wie viele Tage der S&P 500 seit 1950 jeweils in Folge über seiner 200-Tageslinie geschlossen hat. Gab im historischen Vergleich deutlich längere Phasen ohne Bruch.

Carson

📌 Aber das Ende einer langen Phase über der 200-Tageslinie war historisch kein außergewöhnlich negatives Signal

Diese Auswertung zeigt alle Fälle seit 1950, in denen der S&P 500 nach mindestens 200 Tagen oberhalb seiner 200-Tageslinie wieder darunter gefallen ist.

Ganze 30 Vergleichsfälle gibt es und die anschließenden Renditen fielen im historischen Schnitt nicht klar negativ aus.

Laut Tabelle lag die durchschnittliche Rendite 6 Monate später bei 4,9 % und nach 12 Monaten bei 8,3 %. Auch der Anteil positiver Fälle war mit 66,7 % auf Sicht von 6 und 12 Monaten mehrheitlich positiv.

Carson

📌 Brüche der 200-Tageslinie wurden nach langen Aufwärtstrends meist schnell repariert

Die Tabelle wiederum zeigt, wie sich der S&P 500 nach einem Fall unter die 200-Tageslinie entwickelte, wenn der Index zuvor mindestens 200 Handelstage darüber notiert hatte.

20 der 28 Fälle kehrten innerhalb von höchstens 10 Handelstagen wieder über die 200-Tageslinie zurück.

Deutlich längere Schwächephasen waren seltener. Vier Fälle dauerten 11 bis 40 Handelstage und gingen mit einem weiteren medianen Rückgang von 2,1 % einher, während nur zwei Fälle länger als 60 Tage anhielten.

Seth Golden

Während alle Sorgen um Energieschock & Co. groß sind, läuft die Korrektur im S&P 500 bislang nicht wie ein klassischer Bärenmarkt oder Crash, sondern eher wie ein Markt, der nach einem Auslöser sucht, um hohe Erwartungen neu zu bepreisen.

Ziemlich geordnet. Auch am Freitag. Als würde der Markt insgeheim gegen Trump spielen und die Daumenschrauben immer weiter anziehen. Woran man sieht, wie sehr der Markt Trump im Griff hat? Gleich mehr.

📌 Der aktuelle 5 % Rückgang im S&P 500 verlief historisch eher langsam als panisch

Hier einmal, wie viele Handelstage der S&P 500 seit 1950 jeweils gebraucht hat, um nach einem Allzeithoch erstmals 5 % zu fallen.

Beim aktuellen Fall waren es 35 Handelstage vom Hoch am 27. Januar 2026 bis zu diesem Rückgang, was die achtlängste Strecke in der gesamten Auswertung ist. Keine Panik.

In den 15 längsten Fällen mit mindestens 23 Handelstagen blieb der maximale weitere Rückgang jeweils unter 15 %.

Bluekurtic

📌 Vier Verlustwochen in Folge sind selten

Abgesehen von der siebenwöchigen Verlustserie 2022 gab es seit 2011 keine längere Strecke als vier Wochen am Stück.

Bluekurtic

Dann hatten wir diese Woche noch Powells vorletzte Fed-Pressekonferenz. Steigende Energiepreise wirken direkt auf Inflation, Konsum und Wachstum. Über die Straße von Hormus laufen rund 20 Millionen Barrel Öl und Ölprodukte pro Tag, also etwa ein Fünftel des globalen Tagesverbrauchs. Für Haushalte werden höhere Energiepreise schnell zu einer Zusatzbelastung…

für die Notenbank zu einem neuen Zielkonflikt. Denn ein Ölpreisanstieg trifft auf eine Phase, in der die Disinflation bislang ein wesentlicher Stützpfeiler des Bullenmarkts war.

Nun wurden alle Zinssenkungen ausgepreist, wenngleich der Dot Plot je einen 25 bps Schritt in 2026 und 2027 vorsieht. Das größte Risiko ist, wenn weitere Energieinfra zerstört wird, denn das würde brauchen, bis alles wieder reibungslos läuft.

Hinzu kommt, dass der Markt weiterhin unter der Haube bereits deutlich fragiler ist, als es die großen Indizes auf den ersten Blick zeigen. Aber für wen ist das neu? Oft hatte ich schon darüber geschrieben.

📌 Unter der Indexoberfläche kippt die Trendstruktur deutlich

Die Grafik zeigt den S&P 500 im oberen Bereich und darunter die Verteilung der Indexmitglieder nach ihrer Lage relativ zur 50- und 200-Tageslinie.

49,3 % der Aktien liegen unter beiden Durchschnitten, während nur 28,3 % über beiden Linien notieren.

Weitere 19,6 % liegen zwar noch über der 200-Tageslinie, aber bereits unter der 50er.

Daily Number

Noch sprechen die Fakten nicht dafür, dass der Konflikt den 3,5-jährigen zyklischen Bullenmarkt allein beendet. Auch dazu gleich mehr.

Jetzt erstmal zum TACO in der Freitag Nacht.

Innerhalb von rund 36 Stunden sendete Trump mehrfach wechselnde Signale zur Iran-Politik.

Am Freitag erklärte er, dass er keinen Waffenstillstand mit Iran wolle. Rund 95 Minuten später sagte er, die USA würden ein Herunterfahren des Kriegs in Erwägung ziehen.

Dann berichtete Axios am Samstag über von Trump geplante Friedensgespräche. Kurz darauf folgte erneut eine deutliche Eskalationsdrohung:

Falls Iran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden vollständig und ohne Bedrohung öffnet, würden die USA iranische Kraftwerke angreifen. Das nennt man wohl "The Art of the Deal"?

The Kobeissi Letter

Erst am Abend zuvor hatte Netanjahu noch versucht den Markt mit seinen Kommentaren milder zu stimmen. Das hat nur wenige Stunden gehalten. Alles aber Signale, dass Trump sichtlich nervöser wird und vermutlich sogar Netanjahu vorschickt.

Vergesst nicht

📌 Nach geopolitischen Großereignissen lag der S&P 500 auf Jahressicht meist im Plus

Die Auswertung zeigt die 1J Renditen des S&P 500 nach mehreren großen geopolitischen Ereignissen seit dem Korea-Krieg.

Der Durchschnitt über alle gezeigten Ereignisse liegt bei plus 14,2 %, auch wenn die Spannweite groß ist.

Natürlich ist jedes Event anders und hat andere Variablen. Die Daten sollte man deshalb nicht als einheitliches Muster lesen, sondern als Hinweis darauf, dass geopolitische Schocks den Aktienmarkt historisch nicht automatisch für ein ganzes Jahr belastet haben.

A Wealth of Common Sense

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Markttechnik, Saisonalität und Sentiment

📌 Tops & Flops YTD in den Indizes

stock3 Terminal
stock3 Terminal

📌 Über 200 S&P 500 Aktien sind bereits in einem eigenen Bärenmarkt

Bärenmarkt als mindestens 20 % unter dem 52 Wochen Hoch. Aktuell sind es 203 Titel, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu den vorherigen Wochen markiert, auch wenn dieser Wert klar unter den Extremphasen von 2020 und 2022 liegt

Compound

📌 Trotz Volatilitätsschock hält sich der S&P 500 vergleichsweise stabil

Den VIX gilt es natürlich auch zu beobachten. Hier werden einmal die 6 Wochen Veränderung des VIX ins Verhältnis zur 6 Wochen Performance des S&P 500 gesetzt.

Auch hier gilt, dass frühere Phasen mit einem ähnlich starken Volatilitätsschub mit deutlich schwächeren Aktienmarktreaktionen verbunden waren.

Gleichzeitig zeigt die Grafik aber auch, dass es in dieser Größenordnung des VIX-Anstiegs einzelne Fälle mit einer ähnlichen oder sogar besseren Aktienmarktentwicklung gab.

Seth Golden

📌 März 2026 läuft bislang klar gegen das historische Saisonmuster

Bespoke vergleicht hier den durchschnittlichen Verlauf des S&P 500 im März von 1983 bis 2025 mit dem tatsächlichen Verlauf im März 2026.

Hinweis: Am Freitag sah es aber nochmal schlechter aus für die März Performance des S&P500

Denn historisch war der März im Schnitt positiv und endete mit einem durchschnittlichen Anstieg von 1,08 %, wobei die Tendenz vor allem in der zweiten Monatshälfte nach oben zeigte.

Bespoke

📌 Bewertung des S&P 500 nun im 5J Schnitt.

Der Chart zeigt das erwartete KGV des S&P 500 auf Sicht von 12 Monaten über die vergangenen 10 Jahre. Das Forward-KGV ist zuletzt auf 20,3 gefallen. In Kombination mit steigenden Gewinnschätzungen wird der Index mit jedem Basispunkt Korrektur überproportional günstiger.

Das 18er Forward KGV war das Tief im Zollhammer. Das wären dann bei den aktuellen Gewinnschätzungen 323 USD * 18 = 5.800/5.820

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Spannende Earnings diese Woche

Earnings Whispers

📅 Am Montag:
☀️ Hornbach
🌙

📅 Am Dienstag geht es weiter mit:
☀️ Xiaomi, Dollarama, CTS Eventim, Drägerwerk
🌙 GameStop, kb Home, Braze

📅 Zur Wochenmitte warten:
☀️ PDD, Cintas, Popmart, Paychex, ANTA Sports, Raymond James, Chewy, Kingsoft Cloud, Zeal, Aroundtown
🌙 Jefferies

📅 Am Donnerstag folgen:
☀️Meituan, Hapag Lloyd, H&M, Haier Smart Home, Kontron, Wacker Neuson, SMA Solar, Porr, Deutz
🌙 Dino Polska

📅 Zum Wochenabschluss:
☀️ PetroChina, BYD, Ping An Insurance, Carnival, Jungheinrich
🌙


Ich wünsche euch einen erfolgreichen Wochenstart! Euer Valentin

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