Kommentar
17:30 Uhr, 16.06.2026

Dirks Depot-Update: Ich verrate Euch einen Trick!

Kleines Depot, klare Strategie: Mit nur 10.000 EUR an der Börse starten? Das "Ten Thousand Trader"-Depot zeigt seit März 2025, wie sich mit Breakout- und Swing-Trading auch ein kleines Depot erfolgreich entwickeln lässt.

Am Freitagnachmittag habe ich relativ zügig vier neue Positionen eröffnet. Das Ten Thousand Trader-Depot war damit in kurzer Zeit wieder zu 50 % investiert. Am Anfang dieser Woche hat dann der Markt, nicht zuletzt wegen der vielversprechenden Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran, mit einem starken Up-Gap eröffnet. Wer jetzt neue Positionen eingehen wollte, hatte es deutlich schwerer. Wie aber kam es dazu? Warum bin ich ausgerechnet am Freitag dieses Risiko eingegangen und habe teilweise Trades mit einem geringen Gewinn mit ins Wochenende genommen?

Am Freitag gab es erste Hinweise, die unter anderem zu dieser Entscheidung beigetragen haben: Zum einen war der marktbreite Russell 2000 bereits auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen. Das bedeutete, dass der Technologiesektor in diesem Fall nur hinterherhinken könnte. Darüber hinaus lief der Bankensektor gut an, was ebenfalls als positives Signal für den Gesamtmarkt gewertet werden kann. Aber all das, und schon gar nicht die Vermutung, dass es am Wochenende zu einem Friedensabkommen kommen könnte, gab den Ausschlag für die Käufe. Es gab vielmehr drei weitere Gründe.

Ten Thousand Trader – Depot-Performance

Drei starke Gründe für frühe Käufe

1. Montags bin ich am rentabelsten

Laut Trade-Trader liegt meine Rentabilität an Montagen ganz weit vorn. Das liegt nicht etwa daran, dass ich nach dem Wochenende besonders ausgeschlafen bin, sondern daran, dass ich vor dem Wochenende relativ häufig Käufe tätige, die dann am Montag mit einem Up-Gap starten. Ich nehme erste Gewinne mit und damit steigt die Performance an Montagen deutlich.

2. Die Watchlist ist außergewöhnlich lang

Wenn die Watchlist mit möglichen Ausbruchskandidaten sehr lang ist, dann herrscht häufig auch ein gutes Umfeld für Ausbrüche. So einfach ist das. Na ja, so einfach ist es wieder nicht, da diese langen Watchlists oft entstehen, wenn der Markt das positive Umfeld noch nicht offiziell bestätigt. Hier kommt ein wichtiger Punkt zum Tragen: Man muss auf seine Watchlist hören, nicht auf Nachrichten, nicht auf andere Trader, die sich mit Shorts eindecken und absichern, sondern nur auf seine Watchlist. Ist diese lang und sieht seit ein, zwei Tagen besser aus, dann kann man auch erste zaghafte Ausbrüche vor dem Wochenende kaufen.

3. Das Anticipation-Setup: Kaufen vor dem Ausbruch

Das Anticipation-Setup des Traders Pradeep Bonde gibt letztlich den Ausschlag für die Entscheidung, früh zu kaufen. Pradeep kauft mit dem Setup Aktien, die sich in einer engen Konsolidierung befinden. Er kauft starke Momentum-Aktien während einer engen, ruhigen Konsolidierung, bevor der eigentliche Breakout sichtbar wird. Viele Händler suchen und scannen am Abend nach Setups. Nur zu häufig findet man Titel, die am nächsten Morgen fast auf jeder Watchlist stehen. Unter den vorher genannten Umständen kann es sich rentieren, diese Aktien vor dem Ausbruch zu kaufen.

Die Trades, die ich eröffnet habe, waren, was den Chart angeht, keine 100%igen Anticipation-Setups, sondern Titel, die sich einen Tick vor dem Markt aus der Deckung gewagt haben und die im Intraday-Chart Stärke zeigten. Aber in diesem Fall bin ich dennoch dem Prinzip der Anticipation-Setups gefolgt und habe vor dem eigentlichen, kraftvollen Ausbruch am Montag gekauft. Unter der Oberfläche hatte er sich bereits abgezeichnet.

Trade-Tracker-Auswertung: Mein rentabelster Tag ist der Montag

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