Analyse
10:18 Uhr, 02.09.2026

Machtkampf bei VOLKSWAGEN droht zu eskalieren

Bei Volkswagen steuert der Streit über den geplanten Sparkurs auf eine historische Machtprobe zu. Ein letzter Kompromissversuch zwischen dem Konzern und dem Land Niedersachsen ist nach Informationen des Handelsblatts gescheitert.

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Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass Vorstandschef Oliver Blume die Entscheidung über das Sanierungspaket direkt den Aktionären vorlegt.

Vertreter des Landes Niedersachsen und des Volkswagen-Konzerns hatten dem Bericht zufolge am Montag und Dienstag bis spät in den Abend um einen Minimalkonsens gerungen. Die Fronten blieben jedoch verhärtet. Weitere Verhandlungen vor der entscheidenden Aufsichtsratssitzung am Freitag seien nicht mehr vorgesehen.

Im Zentrum steht Blumes radikaler Sparkurs. Der Vorstand rechnet offenbar damit, dass der Aufsichtsrat dem Paket seine Zustimmung verweigert. In diesem Fall könnte Volkswagen eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen und die Aktionäre über die Maßnahmen abstimmen lassen. Dass ein deutscher Großkonzern auf diesem Weg ein Sanierungsprogramm gegen Widerstände im Aufsichtsrat und aus dem Arbeitnehmerlager durchsetzt, wäre ein außergewöhnlicher Vorgang.

Entscheidung könnte im Herbst fallen

Rechtlich wäre das Vorgehen laut Bericht möglich. Volkswagen müsste mindestens 30 Tage vor der Hauptversammlung einladen, hinzu käme eine mehrwöchige juristische Vorbereitung. Ein außerordentliches Aktionärstreffen könnte damit noch im Herbst stattfinden.


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Zuvor stehen mehrere wichtige Termine an. Am Mittwoch beschäftigt sich der Audi-Aufsichtsrat mit möglichen Sparmaßnahmen bei der VW-Tochter. Am Donnerstag tagt das Präsidium des Volkswagen-Aufsichtsrats, bevor am Freitag das vollständige Kontrollgremium zusammenkommt.

Für Volkswagen geht es längst nicht mehr nur um einzelne Einsparungen. Ein Scheitern im Aufsichtsrat und der anschließende Gang zur Hauptversammlung würden einen offenen Bruch zwischen Vorstand, Arbeitnehmervertretern und Teilen des Kontrollgremiums bedeuten. Damit würde aus der operativen Krise endgültig eine Führungskrise.

Fazit: Blume erhöht den Druck und signalisiert, dass er den Sparkurs notfalls gegen den Widerstand im Aufsichtsrat durchsetzen will. Für die VW-Aktie könnte eine klare Sanierungsstrategie langfristig positiv sein. Der Konzern braucht eine harte Sanierung, auch gegen politischen Widerstand.

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2 Kommentare

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  • Thomas Berger
    Thomas Berger

    Jajaja, die Politik und die Gewerkschaften. Man könnte manchmal meinen sie wären "eins". Zumindest bei den Sozialisten trifft dies auch zu.

    Erst stimmen sie radikal für das Verbrennerverbot, dann sind sie mitverantwortlich das die Lohnkosten explodieren, sind Verantwortlich für explodierende Energiekosten (muss ja alles grün sein, damit das fliegenschissgroße D in seiner moralischen Überlegenheit das Weltklima retten kann) nur um dann ganz am Ende, wenn die Konsequenzen all dieser selbstherrlichen Entscheidungen alles und jeden auf den Boden der Tatsachen zurückholen, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Und die Dummen, wählen weiter die selben Politiker und Funktionäre und glauben weiter ihren ideologischen Mist.

    Selber Schuld!

    10:33 Uhr, 02.09.
  • mkgeld
    mkgeld

    wenn Politik in Wirtschaft eingreift ist ein Unternehmen nicht mehr zu retten. Mein short läuft und läuft und läuft. Nächstes Ziel 50 dann 25 dann 1

    10:26 Uhr, 02.09.