Analyse
09:00 Uhr, 25.06.2026

VOLKSWAGEN verschafft sich Luft mit großem Spartenverkauf

Volkswagen treibt seinen Konzernumbau mit einem milliardenschweren Verkauf voran. Der Wolfsburger Autobauer trennt sich von der Mehrheit seiner Marinesparte Everllence und stärkt damit seine Finanzkraft in einer Phase tiefgreifender Transformation.

Käufer ist der US-Finanzinvestor Bain Capital, der sich in einem intensiven Bieterwettbewerb gegen mehrere namhafte Konkurrenten durchsetzen konnte.

Der Verkauf bringt Volkswagen nach Unternehmensangaben einen Erlös von insgesamt 7,4 Mrd. EUR. Der Konzern behält allerdings einen Anteil von 49 % an Everllence und bleibt damit langfristig bedeutender Aktionär. Zugleich sichert die Vereinbarung die fünf deutschen Standorte des Unternehmens bis Ende 2030 ab. Betriebsbedingte Kündigungen sind in diesem Zeitraum ausgeschlossen.

Mit dem Verkauf setzt Volkswagen einen zentralen Baustein seines Restrukturierungsprogramms um. Vorstandschef Oliver Blume bezeichnete den Zeitpunkt als richtig, um den Fokus noch stärker auf das Kerngeschäft zu richten. Der Konzern steht unter erheblichem Druck, Kosten zu senken, Schulden abzubauen und sich angesichts des verschärften Wettbewerbs insbesondere durch chinesische Hersteller neu aufzustellen.

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