Kommentar
11:45 Uhr, 17.03.2026

Konjunkturerwartungen brechen ein - Panik bei den Finanzanalysten?

Der ZEW-Konjunkturerwartungsindex ist im März deutlich eingebrochen. Der Indikator fällt auf minus 0,5 Punkte und liegt damit weit unter der Erwartung von 39,2 Punkten.

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Auch im Vergleich zum Vormonat bedeutet dies einen massiven Rückgang um 58,8 Punkte. Grundlage des Index ist eine monatliche Umfrage des ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung unter rund 350 Finanzmarktexpertinnen und -experten, darunter Analysten von Banken, Fondsmanager institutioneller Investoren sowie Ökonomen aus Banken, Versicherungen und großen Unternehmen. Sie bewerten die konjunkturellen Perspektiven Deutschlands für die kommenden sechs Monate. Es handelt sich dabei also nicht um echte Unternehmer oder Unternehmen.

Irankrieg als Auslöser

Auslöser des drastischen Stimmungsumschwungs ist vor allem die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten, die die Energiepreise nach oben treibt und damit neue Inflationsrisiken schafft. "Der ZEW-Index ist eingebrochen. Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt für steigenden Inflationsdruck“, erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Damit wachse für die deutsche Wirtschaft das Risiko, dass der zuletzt begonnene konjunkturelle Erholungstrend wieder ausgebremst wird.


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Die Bewertung der aktuellen Lage fällt hingegen etwas besser aus als erwartet. Der Lageindikator steigt im März auf minus 62,9 Punkte, während Ökonomen lediglich minus 68,0 Punkte prognostiziert hatten. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einer Verbesserung um 3,0 Punkte, auch wenn das Niveau weiterhin klar negativ bleibt.

Besonders stark verschlechtern sich die Erwartungen in energieintensiven Branchen. Die Stimmung in der Chemie- und Pharmaindustrie, der Automobilbranche und im Maschinenbau fällt deutlich. Rund 80 % der befragten Finanzmarktexperten rechnen zudem mit weiter zunehmendem Inflationsdruck in Deutschland und der Eurozone. Entsprechend trüben sich auch die Konjunkturerwartungen für den Euroraum merklich ein.

Fazit: Nicht unerwartet bricht die Stimmung deutlich ein. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass Finanzanalysten ein eher nervöses Volk sind und häufig in beide Richtungen überreagieren. Anleger sollten den ZEW-Index daher nicht als alleinige Grundlage für Anlageentscheidungen nutzen. Der Indikator gilt traditionell als sehr volatil und schwankt oft stark.

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