KKR - Starker Kursrückgang sorgt für neue Chancen?
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- KKR & Co - WKN: A2LQV6 - ISIN: US48251W1045 - Kurs: 101,730 $ (NYSE)
Mehr als 740 Mrd. USD verwaltetes Vermögen, rund 4 Mrd. USD wiederkehrende Verwaltungsgebühren und eine operative Marge im Kerngeschäft, die KKR nachhaltig im mittleren 60-%-Bereich verortet: Der US-Alternativmanager startet mit hohen Erwartungen ins Jahr 2026. Der Konzern peilt einen Gewinn aus dem gebührenbasierten Geschäft von mehr als 4,50 USD je Aktie an sowie einen bereinigten Nettogewinn nach Steuern von über 7 USD je Aktie. Allein aus dem Versicherungsgeschäft soll rund 1 Mrd. USD operatives Ergebnis kommen, aus den langfristig gehaltenen Beteiligungen zusätzlich mehr als 350 Mio. USD.
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Auf der Bank-of-America-Konferenz bemühte sich Finanzchef Robert Lewin um eine klare Abgrenzung zu klassischen Private-Equity-Häusern. KKR sei längst ein integriertes System aus Kapitalverwaltung, Versicherung und Beteiligungen. Der entscheidende Punkt sei Skalierung ohne aufgeblähte Kostenbasis. "Unser Geschäftsmodell erlaubt es uns, dauerhaft zu wachsen, ohne im gleichen Maße Personal und Komplexität aufzubauen", sagte Lewin.
KKR verweist darauf, die Verwaltungsgebühren in den vergangenen drei Jahren um gut 50 % gesteigert zu haben, während die operativen Kosten um weniger als 25 % zunahmen. Der Konzern will damit zeigen, dass Wachstum nicht nur über verwaltetes Vermögen entsteht, sondern über operative Hebel, die in der Struktur angelegt sind.
Drei Ertragssäulen und ein gemeinsamer Kreislauf
Das Modell ruht auf drei Bereichen. Erstens die Kapitalverwaltung, also Fonds in Beteiligungen, Krediten sowie Sachwerten wie Infrastruktur und Immobilien. Zweitens das Versicherungsgeschäft rund um die hundertprozentige Tochter Global Atlantic. Drittens langfristige Beteiligungen, die KKR in der eigenen Bilanz hält und die stetige Cashflows liefern sollen.
Global Atlantic verwaltet inzwischen rund 220 Mrd. USD. Als KKR den Versicherer vor gut fünfeinhalb Jahren übernahm, waren es 72 Mrd. USD. Der Ausbau ist für Lewin kein add-on, sondern integraler Renditehebel: Die Versicherungsprämien verschaffen KKR langfristiges, planbares Kapital. Dieses wird über die hauseigene Investmentplattform angelegt. Gleichzeitig erhöht der breite Zugang zu Krediten, Beteiligungen und strukturierten Finanzierungen die Renditechancen im Versicherungsgeschäft. "Alle drei Teile unseres Geschäfts machen sich gegenseitig besser", betonte Lewin.
Die langfristig gehaltenen Beteiligungen wiederum sollen die Abhängigkeit von Transaktionsfenstern reduzieren. Gleichzeitig wirken sie, so die interne Logik, als Margenverstärker, weil sie ohne nennenswerten zusätzlichen Personalaufbau gesteuert werden. Lewin spricht in diesem Zusammenhang gerne über Kultur. Das Modell helfe, die Zusammenarbeit im Haus zu erhalten und genau daraus entstehe am Ende die Überrendite. "Das ist es, was das Alpha über alle unsere Geschäfte hinweg erzeugt", sagte er.
Arctos und der Einstieg in Sport, GP-Lösungen und Secondaries
Wachstum soll zudem über Zukäufe kommen, allerdings gezielt. Mit Arctos übernimmt KKR einen Spezialisten, der rund 15 Mrd. USD verwaltet, davon etwa 10 Mrd. USD gebührenpflichtig. Arctos gilt als führend bei Minderheitsbeteiligungen an professionellen Sportteams, häufig über Strukturen mit dauerhaftem Kapital. KKR setzt darauf, dass diese Anlageklasse über Jahre hinweg zweistellig wächst.
Für KKR ist Arctos aber mehr als Sport. Der zweite Strang ist das Geschäft mit sogenannten GP-Lösungen: Arctos stellt anderen Fondsanbietern Wachstumskapital oder Liquidität zur Verfügung. In einem Markt, in dem neue Fondsprodukte schwerer zu platzieren sind, sieht KKR eine steigende Nachfrage nach genau solchen Finanzierungen.
Am stärksten wirkt der Kauf als Türöffner in ein Feld, das KKR bislang nur am Rand bespielt hat: den Zweitmarkt für Fondsanteile, das sogenannte Secondaries-Geschäft. Lewin gibt sich offensiv. "Mit einem weißen Blatt Papier zu starten, eröffnet Raum für Innovation", sagte er. Aus dem Verbund mit Arctos will KKR perspektivisch eine Plattform formen, die mehr als 100 Mrd. USD an verwaltetem Vermögen erreichen kann.
2026 als Jahr der Belebung und der Bewährungsprobe
Die großen Ergebnisziele für 2026 hängen dennoch an einer Variablen, die sich nur begrenzt steuern lässt: dem Umfeld für Verkäufe. Nach Jahren zäher Realisierungen rechnet KKR mit einem konstruktiveren Kapitalmarktjahr, mit mehr Fusionen, Übernahmen und Börsengängen. Gleichzeitig betont Lewin, KKR werde nichts erzwingen. "Wir würden niemals langfristige Ertragskraft für kurzfristige Ergebnisse opfern."
Für die Ausgangslage liefert der CFO zwei zentrale Kennzahlen. Zum einen kommt KKR mit stillen Reserven von 18,6 Mrd. USD in der Bilanz ins Jahr, ein Plus von 19 % gegenüber dem Vorjahr. Zum anderen sieht das Management bereits zu Jahresbeginn Erlöse von mehr als 900 Mio. USD aus veräußerungsbezogenen Einnahmen als relativ gut abgesichert, deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Die Pipeline ist da, jetzt muss das Fenster aufgehen.
Operativ verweist KKR auf Diversifikation. Das Gebührenaufkommen verteilt sich auf drei große Linien: Beteiligungen, Sachwerte und Kredite. Besonders dynamisch wuchs zuletzt die Infrastrukturplattform, die binnen fünf Jahren von 18 auf 100 Mrd. USD anschwoll. In Asien, vor allem in Japan und Indien, wurde das Investitionsvolumen 2025 deutlich ausgeweitet. Im Immobiliengeschäft bleibt die Kapitalbeschaffung schwieriger, doch KKR nutzte die Marktphase für unverschuldete Core-Investments über die Versicherungsschiene.
Fazit: KKR präsentiert ein schlüssiges Bild. Der Konzern scheint gut aufgestellt zu sein, um auch die Unwägbarkeiten aus dem KI-Bereich meistern zu können, die derzeit die Börsen bewegen. Die Bewertung ist zuletzt deutlich gefallen. Das KGV liegt jetzt bei etwa 16, statt zuvor bei 25. Es hängt aber auch an möglichen Exits was tatsächlich hängenbleibt. Langfristig orientierte Anleger können sich die KKR-Aktie jetzt auf die Liste setzen. Ich finde das Niveau wieder spannend!
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| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. USD | 7,66 | 10,59 | 12,53 |
| Ergebnis je Aktie in USD | 4,87 | 6,58 | 7,98 |
| KGV | 21 | 16 | 13 |
| Dividende je Aktie in USD | 0,78 | 0,79 | 0,84 |
| Dividendenrendite | 0,76% | 0,77% | 0,82% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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