Fundamentale Nachricht

Industriemetalle: Spekulanten treiben Preise nach oben

Da 2018 deutlich mehr Angebot an die Metallmärkte kommen dürfte, sehen die Analysten der Commerzbank die hohen Metallpreise aus fundamentaler Sicht für nicht gerechtfertigt an.

Erwähnte Instrumente

  • Blei
    ISIN: XC0007203232Kopiert
    Aktueller Kursstand: 2.207,00 $/t  (ARIVA Indikation)

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - So wie der zweiwöchige deutliche Rückgang der Metallpreise Ende November/Anfang Dezember auf den Rückzug der spekulativen Finanzanleger zurückzuführen war, so ist der Preisanstieg seitdem ebenfalls den Spekulanten zuzuschreiben. Denn diese haben in der letzten Woche gemäß LME-Statistik ihre Netto-Long-Positionen nur mit Ausnahme von Zinn stark ausgeweitet, wie die Analysten der Commerzbank im „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

In allen Fällen sei der vorherige Positionsabbau fast vollständig wettgemacht worden. Bei Blei seien die Netto-Long-Positionen in den beiden von uns beobachteten Kategorien sogar auf ein Viermonatshoch ausgeweitet worden. Der Preisanstieg der Metalle in dieser Woche lege nahe, dass die spekulativen Finanzinvestoren auch nach dem Datenstichtag weiter auf steigende Metallpreise gesetzt hätten, heißt es weiter.

„Das Kaufinteresse dürfte unseres Erachtens in den nächsten Tagen noch anhalten. So dürften die Metalle unter dem Gesichtspunkt des sog. ‚Window Dressing‘ gekauft werden. Das Handelsvolumen wird sich in den nächsten Tagen jedoch deutlich ausdünnen. Aus fundamentaler Sicht sehen wir die hohen Metallpreise für nicht gerechtfertigt. Denn im nächsten Jahr wird nach bisherigen Ankündigungen und Schätzungen deutlich mehr Angebot an die Metallmärkte kommen, so dass sich die durchaus angespannte Lage in diesem Jahr dann spürbar entspannen sollte. Dies spricht unseres Erachtens für niedrigere Metallpreise“, so die Commerzbank-Analysten.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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