Harter Konkurrenzkampf: Jetzt will auch noch die DKB die Neobroker angreifen
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Bis zum Jahr 2030 soll der Vorsteuergewinn des Berliner Instituts auf 1,5 Mrd. EUR steigen. In den Jahren 2023 und 2024 lag das Ergebnis vor Steuern noch bei jeweils rund 1 Mrd. EUR. Gleichzeitig strebt das Management an, den Gewinnbeitrag des Privatkundengeschäfts deutlich zu erhöhen, sodass dieser künftig auf Augenhöhe mit dem aktuell dominierenden Firmenkundensegment liegt.
Befreiungsschlag im Brokerage
Vorstandschef Sven Deglow plant, die Zahl der Depots von zuletzt 900.000 auf rund 1,8 Mio. zu verdoppeln. Um im harten Preiskampf mit Neobanken und Neobrokern bestehen zu können, verabschiedet sich die DKB von ihrem bisherigen Wertpapierdienstleister DWP Bank, an dem die BayernLB selbst Anteile hält. Stattdessen übernimmt das Berliner Fintech Upvest künftig die technische Abwicklung. Mit der API-basierten Infrastruktur werden deutlich wettbewerbsfähigere Transaktionsgebühren möglich. Die DKB holt Neukunden bis Ende 2026 auf die neue Plattform, Bestandskunden migriert das Institut bis Ende 2027. "Wir setzen im Privatkundengeschäft klar auf Angriff. Unser Ziel ist es, neue Kunden für die DKB sowie aktiv Marktanteile zu gewinnen.", so Deglow.
Intensiver Verdrängungswettbewerb im Retail-Banking
Die Offensive der DKB fällt in eine Phase des extrem harten Wettbewerbs im deutschen Privatkundengeschäft. Während die DKB aktuell knapp 6 Mio. Retailkunden betreut, dominieren Konkurrenten wie die ING Deutschland mit mittlerweile über 10 Mio. Kunden den Markt.
Auch der direkte Mitbewerber Comdirect, der auf rund 3 Mio. Kunden kommt, reagierte zuletzt massiv auf den Druck der Neobroker und führte einen Orderpreis von 1 EUR ein. Mit der Auslagerung der Depotführung für rund 35 Mrd. EUR an Kundengeldern an Upvest vollzieht die DKB nun einen ähnlichen Schritt, um ihre nicht mehr zeitgemäßen Ordergebühren von ehemals bis zu 30 EUR an das aktuelle Marktniveau anzugleichen. Der Druck im System wächst zusätzlich, da auch noch die Sparkassen derzeit ein offensiveres Wertpapierangebot direkt in ihren Apps ausrollen.
Fazit
Jeder will einen Stück vom Kuchen, aber so massiv wächst der gar nicht, wie alle davon abbeißen wollen. Auch wenn sich etablierte Player cool geben mögen, es ist schon eine ganz schöne Drucksituation vorhanden. Hinzu kommt ja seit einigen Wochen auch noch die KI-Disruptionsangst, die inzwischen auch die Broker erfasst hat.
Noch sind die konkreten Ängste diffus, im Moment kann man sich noch nicht so leicht vorstellen, dass jemand aus einem KI-Chatbot heraus handeln möchte. Aber angesichts der rasenden Entwicklung will man sich sicherlich auch nicht festlegen, dass die Gefahr nicht vorhanden sein.
Freuen dürfen sich die Kunden, viel Konkurrenz bedeutet bessere Preise.


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Nach der Erfahrung mit dem Wechsel zur neuen DKB App kann das nur gut werden. (Achtung: Sarkasmus)