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14:33 Uhr, 13.07.2022

GOLD: Das Interesse lässt nach

Die aktuelle Nachfrage ist mäßig, verglichen mit der starken Performance in der ersten Jahreshälfte von 2022. U. a. führt der feste US-Dollar dazu, dass das Edelmetall aktuell weniger begehrt ist.

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  • Gold
    ISIN: XC0009655157Kopiert
    Kursstand: 1.728,57 $ (JFD Brokers) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Der Goldpreis fiel vergangene Woche auf ein Neun-Monats-Tief bei rund 1.723 US-Dollar je Unze. Die Notiz hat sich von dem Rückschlag bisher kaum erholt. Zur Wochenmitte kostet die Unze nur wenige Dollar mehr.

Infolge der jüngsten, starken Aufwertung des US-Dollars wurde das gelbe Edelmetall für Anleger in Währungsräumen außerhalb der USA teurer, was die Nachfrage dämpfte. Ein nachhaltiger Preisanstieg von Gold wird nach Erachten von Analysten der Commerzbank neben dem festen US-Dollar auch durch die andauernden und kräftigen ETF-Abflüsse verhindert. Das Interesse an börsengehandelten, mit Gold hinterlegten Produkten ließ im Juni erneut nach. In der letzten Woche haben die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs demnach Abflüsse von 29 Tonnen im Gegenwert von rund 1,7 Mrd. US-Dollar verzeichnet. Im Mai waren es bereits 53 Tonnen im Gegenwert von rund 3,1 Mrd. US-Dollar.

„Wegen des gestiegenen Kapitalmarktzinsniveaus betrachteten viele Anleger Staatsanleihen vermutlich als Alternative zu Gold“, kommentierte die Postbank. Zudem neigten viele Großinvestoren in Zeiten hoher Volatilität dazu, Positionen auch in Gold zunächst glattzustellen und stattdessen Mittel als kurzfristige Kontoguthaben zu halten. „Mittelfristig könnten diese Investoren aber wieder an den Goldmarkt zurückkehren und die Preise stützen“, so Analyst Ulrich Stephan.

Mit Blick auf die Zukunft stellen die Zinsanhebungen der Notenbanken, vor allem der Fed und der EZB, Gegenwind für das Edelmetall dar, da Gold keine Erträge generiert. Andererseits könnte das Risiko einer tiefen Konjunkturabschwächung die Anleger wieder ins Gold treiben.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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