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Getreide: Mars behält überdurchschnittlichen Ertragsausblick bei

Während die Getreide-Ertragsschätzungen in der EU durch die Prognoseeinheit Mars insgesamt nur geringfügig geändert wurden, divergieren die Getreideerträge 2021/22 auf einzelstaatlicher Ebene stärker als zuvor angenommen.

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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die nur geringfügige Änderung der Ertragsschätzungen durch die EU-Prognoseeinheit Mars in ihrer monatlichen Übersicht lassen zunächst nicht erkennen, dass auf einzelstaatlicher Ebene die Getreideerträge 2021/22 noch stärker divergieren als zuvor angenommen, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

In vielen westlichen, nördlichen und zentralen Gebieten der EU hätten milde Temperaturen und eine befriedigende Feuchtigkeitsversorgung die Entwicklung der Sommerfrüchte begünstigt. Vor allem der Süden und Osten der EU, aber auch einige sehr nördlich gelegene Regionen seien ab Ende Juli jedoch von einer Hitzewelle getroffen worden, die die Sommerfrüchte beeinträchtigt habe. Daher habe Mars zwar seine Schätzung für den Maisertrag des wichtigsten EU-Produzenten Frankreich deutlich auf nun elf Prozent über dem Fünfjahresschnitt erhöht, aber seine Erwartung für den zweitgrößten Anbieter Rumänien gekürzt, heißt es weiter.

„Dort, wo es viel geregnet hat, erwies sich dies für die in Teilen noch laufende Ernte der Winterfrüchte häufig als problematisch. Dies veranlasste Mars, den durchschnittlichen EU-Weichweizenertrag gegenüber Juli zu kürzen. Noch immer soll er aber fünf Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt liegen“, so Helbing-Kuhl.

Anders als im Juli werde der durchschnittliche Weichweizenertrag in Deutschland nun unter Vorjahr gesehen, allerdings auch hier noch vier Prozent über dem Fünfjahresmittel. Auch in Polen und Rumänien seien die Erträge überdurchschnittlich. Und im größten Weizenland Frankreich stehe sowohl gegenüber dem schwachen Vorjahr als auch gegenüber dem Fünfjahresmittel ein Plus von acht Prozent zu Buche – qualitativ habe es aber auch hier Beeinträchtigungen gegeben, wie französische Mühlen beklagt hätten, heißt es weiter.

„Laut Mars traf die Hitzewelle im August in Russland die erntereifen Wintergetreide in den wichtigsten Anbauregionen kaum mehr und konnte allenfalls später reifenden Früchten in den zentraleren Regionen etwas anhaben. In einigen Regionen führte die späte Hitze sogar zu für russischen Weizen ungewöhnlich hohen Proteingehalten und damit einer besseren Qualitätseinstufung als üblich“, so Helbing-Kuhl.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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