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11:06 Uhr, 08.07.2021

Getreide: Gemischte US-Pflanzenbewertung gibt Preisen Unterstützung

Der meistgehandelte Weizenkontrakt an der CBOT steigt heute leicht auf 625 US-Cent je Scheffel, der meistgehandelte Maiskontrakt auf 535 US-Cent je Scheffel und der meistgehandelte Sojabohnenkontrakt auf 1.330 US-Cent je Scheffel.

Erwähnte Instrumente

  • Weizen
    ISIN: US12492G1040Kopiert
    Kursstand: 625,82 US¢/bu. (ARIVA Indikation) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Mais
    ISIN: XC000A0AEZE1Kopiert
    Kursstand: 547,39 US¢/bu. (ARIVA Indikation) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Nach den heftigen Verlusten zu Wochenbeginn haben sich die Getreidepreise gestern stabilisiert. Der meistgehandelte Weizenkontrakt an der CBOT steigt heute leicht auf 625 US-Cent je Scheffel, der meistgehandelte Maiskontrakt auf 535 US-Cent je Scheffel und der meistgehandelte Sojabohnenkontrakt auf 1.330 US-Cent je Scheffel, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Vor zwei Tagen sei Mais mit dem maximal möglichen Tagesverlust von 40 Cent aus dem Handel gegangen (limit down). Sojabohnen hätten ebenfalls knapp sieben Prozent verloren und Weizen habe vier Prozent nachgegeben. Marktbeobachter hätten auf ergiebige Regenfälle im Mittleren Westen der USA verwiesen, wodurch sich die Bedingungen für die Entwicklung der heranwachsenden Pflanzen verbessert hätten. Zudem sollten auch die Wachstumsbedingungen in Europa zumeist optimal sein, heißt es weiter.

„Von daher überrascht, dass das USDA in seinem vorgestern veröffentlichten Bericht zum Pflanzenzustand keine Verbesserung der Pflanzenbewertung bei Mais (unverändert 64 Prozent guter bzw. sehr guter Zustand) und sogar eine leichte Verschlechterung der Bewertung bei Sojabohnen (auf 59 Prozent von 60 Prozent) berichtet hat. Möglicherweise kamen die Regenfälle zu spät, um noch einen Einfluss auf die Bewertung zu haben. Das müsste dann aber im Bericht für diese Woche sichtbar werden“, so Fritsch.

Dagegen sei es in den Sommerweizenanbaugebieten in den USA weiterhin heiß und trocken. Das mache sich auch in der Pflanzenbewertung bemerkbar. Nur noch 16 Prozent des Sommerweizens werde in guter oder sehr guter Verfassung gesehen. Das seien noch einmal vier Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 70 Prozent gelegen, heißt es weiter.

„Der in Minneapolis gehandelte Sommerweizen konnte sich dem Abwärtssog aber nicht entziehen und geriet vor zwei Tagen ebenfalls unter Druck. Mittlerweile hat er sich aber erholt und handelt wieder über 800 US-Cent je Scheffel und damit weiterhin in der Nähe des letzte Woche verzeichneten Vierjahreshochs. Auch bei Winterweizen kam es zu einer leichten Verschlechterung des Pflanzenzustands auf 47 Prozent von 48 Prozent. Ende letzter Woche waren 45 Prozent der US-Winterweizenflächen abgeerntet“, so Fritsch.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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