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12:47 Uhr, 01.03.2024

FX-Mittagsbericht: US-Dollar zum Wochenschluss wieder schwächer

Der am Donnerstagnachmittag gemeldete und zu den persönlichen US-Konsumausgaben (PCE) gehörende Preisindex, das bevorzugte Inflationsmaß der Federal Reserve Bank (Fed), signalisiert auf Jahressicht eine Abschwächung des Preisauftriebs in den USA. Auf Monatssicht hat die Inflation zuletzt allerdings wieder angezogen.

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  • EUR/USD
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    Kursstand: 1,08187 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • GBP/USD
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    Kursstand: 1,26434 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Der US-Dollar kann zum Wochenschluss nicht an seine gestrigen Gewinne im Nachgang der US-Inflationsdaten anknüpfen und gibt auf breiter Basis nach. Der am Donnerstagnachmittag gemeldete und zu den persönlichen US-Konsumausgaben (PCE) gehörende Preisindex, das bevorzugte Inflationsmaß der Federal Reserve Bank (Fed), signalisiert auf Jahressicht eine Abschwächung des Preisauftriebs in den USA.

Gemeldet wurde, dass der PCE-Preisindex im Januar, wie von Analysten im Konsens erwartet, um 2,4 Prozent im Jahresvergleich gestiegen ist, nach plus 2,6 Prozent im Dezember. In der Kernrate ergibt sich mit 2,8 Prozent, nach 2,9 Prozent im Dezember, ebenfalls eine leicht rückläufige Teuerungsrate.

Der US-Dollar legte nach Veröffentlichung der Daten zu, was an den im Monatsvergleich zwar wie erwartet, aber dennoch zuletzt wieder gestiegenen Teuerungsraten liegen dürfte. So erhöhten sich die Preise im Januar auf Monatssicht wie erwartet um 0,3 Prozent. Allerdings waren die Preise im Dezember auf dieser Basis nur um 0,1 Prozent. In der Kernrate zeigt sich mit wie erwartet plus 0,4 Prozent das gleiche Bild. Auch in der Kernrate hatte die Teuerung im Dezember lediglich bei 0,1 Prozent gelegen.

Eine Reihe von Fed-Vertretern warnte erneut davor, dass die Fed aufgrund der hartnäckigen Inflation keine Eile habe, ihre Geldpolitik zu lockern, und wies darauf hin, dass künftige, erneute Inflationsanstiege die Aussicht auf eine Zinssenkung im Juni wahrscheinlich verringern würden.

Das FedWatch Tool der CME zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Juni um 25 Basispunkte auf eine Spanne von dann 5,00 bis 5,25 Prozent nach den Daten nur leicht auf 55,4 Prozent gestiegen ist (gestern 52,7 Prozent), während die Wahrscheinlichkeit weiterhin unveränderter Leitzinsen in der aktuellen Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent im Juni mit aktuell 30,9 Prozent auch weiterhin groß ist. Zu erwarten steht nun, dass die US-Inflationsdaten für Februar und März weitgehend den Kurs der US-Geldpolitik bestimmen werden.

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EUR/USD notiert zum Wochenschluss oberhalb seines am Donnerstag bei 1,0796 markierten Wochentiefs fester. Im Hoch erreichten die Notierungen am Freitag bislang 1,0823. Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Februar laut vorläufigen Daten mit einem Plus um 0,6 Prozent im Monatsvergleich wieder gestiegen, nachdem im Januar auf Monatssicht ein Preisrückgang um 0,4 Prozent gemeldet worden war. Gegenüber Februar 2023 ergibt sich aktuell eine Verbraucherpreisinflation von 2,6 Prozent. Volkswirts hatten im Konsens auf dieser Basis mit einer Teuerung um 2,5 Prozent gerechnet, nach einer Inflationsrate von 2,8 Prozent im Januar. In der Kernrate lag die Inflation im Februar auf Jahressicht bei 3,1 Prozent (Konsens 2,9 Prozent, nach 3,3 Prozent im Vormonat).

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone ist im Februar laut endgültiger Veröffentlichung auf 46,5 Punkte gestiegen (aufwärts revidiert von 41,1 Zählern). Im Januar hatte der Index bei 46,6 Punkten ein Zehnmonatshoch erreicht. Dessen deutsches Pendant wurde von 42,3 auf 42,5 Zähler nach oben revidiert, notiert damit aber weiterhin tief im eine wirtschaftliche Kontraktion signalisierenden Bereich unter der runden 50er-Marke. Zudem ist dies der schwächste Wert seit Oktober 2023. Im Januar war ein Wert von 45,5 Punkten gemeldet worden.

Die Arbeitslosenquote in der Eurozone ist im Januar, wie von Analysten im Konsens erwartet, auf ein Rekordtief von 6,4 Prozent gefallen. Im Dezember 2023 hatte die Quote bei 6,5 Prozent gelegen. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

GBP/USD erholt sich im europäischen Handel am Freitagvormittag mit bislang 1,2646 im Hoch von seinem gestern bei 1,2605 erreichten Wochentief. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe in Großbritannien ist im Februar laut endgültiger Veröffentlichung auf 47,5 Punkte gestiegen und hat damit ein Zehnmonatshoch erreicht (aufwärts revidiert von 47,1 Zählern). Im Januar hatte der Index bei 47,0 Punkten notiert.

Der britische Nationwide-Hauspreisindex legte im Februar um 0,7 Prozent im Monatsvergleich zu. Erwartet worden war im Konsens ein Zuwachs um 0,3 Prozent, nach plus 0,7 Prozent im Januar. Auf Jahressicht ergibt sich aktuell eine Teuerung um 1,2 Prozent (Konsens plus 0,7 Prozent, nach einem Rückgang um 0,2 Prozent im Vormonat). Bitte beachten Sie auch die heutige GBP/USD-News.

USD/JPY erholt sich zum Wochenschluss von seinem gestrigen Kursrücksetzer auf ein Zweieinhalbwochentief bei 149,21. Im Hoch notierte das Währungspaar am Freitag bislang bei 150,69. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe in Japan lag im Februar laut endgültiger Veröffentlichung wie bereits gemeldet bei 47,2 Punkten – der niedrigste Stand seit August 2020. Im Januar hatte der Index bei 48,0 Zählern notiert. Die japanische Arbeitslosenquote verharrte im Februar wie erwartet bei 2,4 Prozent. Das Verbrauchervertrauen stieg von 38,0 Punkten im Januar auf 39,1 Zähler im Februar (Konsens 38,4 Punkte).

Daten-Highlights im US-Handel am Freitagnachmittag sind der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende US-Gewerbe im Februar und das Konsumklima der Uni Michigan für März. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftskalender.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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