FX-Mittagsbericht: US-Dollar steigt auf knappes Vierwochenhoch
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Der US-Dollar setzt im europäischen Handel am Donnerstagvormittag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) seine Gewinne nach Erreichen eines 15-Monats-Tiefs am 18. Juli 2023 fort. Im Hoch erreichten die Notierungen bislang ein knappes Vierwochenhoch.
Der Greenback profitiert weiterhin von den in dieser Woche gemeldeten robusten US-Konjunkturdaten. Gestern ist der ADP-Report mit dem Beschäftigungszuwachs im US-Privatsektor im Juli deutlich besser ausgefallen als erwartet. Das Plus lag bei 324.000. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Anstieg um 189.000 gerechnet, nach plus 455.000 im Vormonat.
Die Daten zeigen, dass der US-Arbeitsmarkt weiterhin sehr robust gegenüber den bislang erfolgten Zinsanhebungen der Federal Reserve Bank (Fed) zur Bekämpfung der hohen Inflation ist. Zuvor hatte es mit dem Anstieg des ISM-Einkaufsmanagerindex bereits Anzeichen für eine Erholung des Verarbeitenden Gewerbes in den USA gegeben.
Die Daten stärken die Zuversicht am Markt, dass die US-Wirtschaft in diesem Jahr eine Rezession vermeiden könnte. Dies könnte der Fed genügend Spielraum verschaffen, um ihre Leitzinsen noch weiter anzuheben und das hohe Niveau auch beizubehalten. Mit Spannung erwartet wird daher bereits der am Freitag zur Veröffentlichung kommende, offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Juli.
EUR/USD weitet im europäischen Handel am Donnerstagvormittag seine gestrigen Verluste auf ein knappes Vierwochentief aus. Im Tief notierte das Währungspaar bislang bei 1,0911. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor in der Eurozone im Juli ist auf 50,9 Punkte nach unten revidiert worden (ein Sechsmonatstief), nachdem zunächst ein Wert von 51,1 Zählern gemeldet worden war. Im Juni hatte der Index bei 52,0 Punkten notiert. Die Erzeugerpreise sind im Euroraum im Juni um 3,4 Prozent im Jahresvergleich gesunken. Analysten hatten im Konsens mit einem Preisrückgang um 3,1 Prozent gerechnet, nach minus 1,6 Prozent im Mai.
Am Donnerstagmorgen ist bereits gemeldet worden, dass der Überschuss in der deutschen Handelsbilanz im Juni auf 18,7 Milliarden Euro gestiegen ist. Volkswirte hatten im Konsens mit einem Aktivsaldo von 15,0 Milliarden Euro gerechnet, nach 14,6 Milliarden Euro im Mai. Während die deutschen Exporte im Juni mit plus 0,1 Prozent im Monatsvergleich weiter leicht zugelegt haben (Konsens plus 0,3 Prozent, nach zuvor plus 0,1 Prozent), sind die Importe im Juni mit 3,4 Prozent im Monatsvergleich überraschend stark gesunken. Analysten hatten hier im Konsens mit einem nur leichten Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg um 1,4 Prozent im Mai. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.
GBP/USD hat mit bislang zutiefst 1,2671 ein Vierwochentief erreicht. Der Einkaufsmanagerindex für den britischen Dienstleistungssektor ist im Juli laut endgültiger Veröffentlichung wie bereits gemeldet auf 51,5 Punkte gesunken. Dies ist der dritte Rückgang in Folge und zugleich der niedrigste Wert seit Januar 2023. Im Juni hatte das Stimmungsbarometer bei 53,7 Zählern notiert.
Um 13:00 Uhr MESZ steht der Zinsentscheid der Bank of England (BoE) an. Analysten erwarten im Konsens, dass die BoE angesichts der weiterhin sehr hohen Inflation in Großbritannien ihren Leitzins zum 14. Mal in Folge auf dann 5,25 Prozent anheben wird. Bitte beachten Sie auch die heutige GBP/USD-News.
Während USD/JPY am Donnerstag zunächst ein knappes Vierwochenhoch bei 143,89 erreicht hat, dieses aber nicht halten konnte und bislang bis 142,79 im Tief zurückfällt, gibt USD/CHF mit bislang 0,8764 von seinem zur Wochenmitte bei 0,8806 markierten Dreiwochenhoch nach. Die Inflation in der Schweiz ist im Juli wie von Analysten im Konsens erwartet auf 1,6 Prozent im Jahresvergleich zurückgegangen. Im Juni waren die schweizerischen Verbraucherpreise um 1,7 Prozent gestiegen.
Aufmerksamkeit gilt im weiteren Handelsverlauf dem o.g. Zinsentscheid der Bank of England (BoE) um 13:00 Uhr MESZ. Der US-Wirtschaftskalender am Donnerstagnachmittag ist prall gefüllt. Auf der Agenda stehen u.a. die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Challenger-Report mit den Stellenstreichungen im Juli, die Auftragseingänge in der Industrie im Juni und der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor im Juli. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftskalender.
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