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FX-Mittagsbericht: US-Dollar gibt vor Fed-Protokoll nach

Aufmerksamkeit bezüglich der weiteren US-Zinsaussichten gilt dem am Abend zur Veröffentlichung kommenden Sitzungsprotokoll des letzten US-Notenbanktreffens vom 2. November 2022.

Erwähnte Instrumente

  • EUR/USD
    ISIN: EU0009652759Kopiert
    Kursstand: 1,03211 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • GBP/USD
    ISIN: GB0031973075Kopiert
    Kursstand: 1,19332 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Der US-Dollar fällt zur Wochenmitte im Vorfeld des am Abend anstehenden Sitzungsprotokoll des letzten Notenbanktreffens der Federal Reserve Bank (Fed) auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) zurück. Dabei bewegt sich der Greenback zwischen seinem am 15. November 2022 markierten Dreimonatstief und dem am Montag erreichten Zehntageshoch.

Der US-Dollar hat in diesem Jahr angesichts massiver Zinsanhebungen der Fed zur Bekämpfung der hohen Inflation deutlich zugelegt und am 28. September 2022 ein 20-Jahres-Hoch erreicht. In den vergangenen Wochen war der US-Dollar jedoch aufgrund der zunehmenden Erwartung am Markt, dass die Fed nach vier Zinsanhebungen in Folge um jeweils 75 Basispunkte künftig das Zinsanhebungstempo drosseln könnte, zurückgefallen.

Aufmerksamkeit bezüglich der weiteren US-Zinsaussichten gilt daher dem am Abend zur Veröffentlichung kommenden Sitzungsprotokoll des letzten Notenbanktreffens vom 2. November 2022.

Laut FedWatch Tool der CME liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bei ihrem nächsten Zinsentscheid im Dezember angesichts zuletzt gesunkener US-Inflationsraten ihren Leitzins nur noch um 0,50 Prozentpunkte anheben könnte, aktuell bei 75,8 Prozent.

EUR/USD legt am Mittwoch bislang bis 1,0349 im Hoch zu. Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone ist im November überraschend auf 47,3 Punkte gestiegen – der erste Zuwachs seit Januar 2022. Analysten hatten im Konsens mit einem weiteren Rückgang auf 46,0 Zähler gerechnet, nachdem der Index im Oktober bei 46,4 Punkten den niedrigsten Stand seit Mai 2020 erreicht hatte.

Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im Euroraum notiert im November gegenüber dem Vormonat unverändert auf einem 21-Monatstief bei 48,6 Punkten. Erwartet worden war hier im Konsens ein weiterer Rückgang auf 48,0 Zähler.

EUR/USD
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GBP/USD notiert mit bislang 1,4946 im Hoch ebenfalls fester. Der britische Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe notiert im November unverändert bei 46,2 Punkten und damit weiterhin auf dem niedrigsten Wert seit Mai 2020. Volkswirte hatten im Konsens hingegen mit einem erneuten Rückgang auf 45,8 Zähler gerechnet.

Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor in Großbritannien hat ebenfalls positiv überrascht. Er verharrt im November bei 48,8 Punkten und liegt damit weiterhin auf dem niedrigsten Wert seit Februar 2021. Erwartet worden war im Konsens ein weiterer Rückgang auf 48,0 Zähler.

Während USD/JPY bislang bei 141,61 im Hoch gehandelt wurde, legt NZD/USD nach dem Zinsentscheid der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) bislang bis 0,6197 im Hoch zu. Die RBNZ hat ihren Leitzins über Nacht wie von Analysten im Konsens erwartet um 75 Basispunkte auf nun 4,25 Prozent angehoben. Der Leitzins in Neuseeland ist damit nun der höchste innerhalb der G10-Staaten. Zudem signalisierten die Währungshüter weitere Zinsanhebungen. Der Leitzins müsse zur Bekämpfung der hohen Inflation möglicherweise schneller angehoben werden als bisher erwartet, hieß es im Begleitstatement.

Der US-Wirtschaftskalender ist am Mittwochnachmittag prall gefüllt. Highlights sind die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Oktober und das Konsumklima der Uni Michigan im November. Das Sitzungsprotokoll des letzten Fed-Treffens steht um 20:00 Uhr MEZ an. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftskalender.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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