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FX-Mittagsbericht: US-Dollar fällt auf knappes Dreimonatstief

Aufmerksamkeit bezüglich der zu erwartenden weiteren US-Leitzinsentwicklung gilt in dieser Woche den anstehenden US-Wirtschaftsdaten und einer Reihe von Reden von Fed-Vertretern.

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Der US-Dollar bewegt sich im europäischen Handel am Dienstagvormittag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) weiter nahe seines über Nacht markierten, knappen Dreimonatstiefs. Nach wie vor belastet den Greenback die Erwartung am Markt, dass die Federal Reserve Bank (Fed) ihren Zinsanhebungszyklus auf dem aktuellen Niveau von 5,25 bis 5,50 Prozent beendet hat.

Aufmerksamkeit bezüglich der zu erwartenden weiteren US-Leitzinsentwicklung gilt in dieser Woche den anstehenden US-Wirtschaftsdaten, allen voran am Donnerstag den US-Konsumausgaben im Oktober mit dem dazugehörigen Preisindex, dem bevorzugten Inflationsmaß der Federal Reserve Bank (Fed), sowie der zweiten Veröffentlichung des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) im dritten Quartal am Mittwoch.

Jegliche Anzeichen für eine Abschwächung der Inflation und des Wirtschaftswachstums dürften die Erwartungen am Markt, dass es bereits im Frühjahr 2024 zu einer ersten Zinssenkung der Fed kommt, in die Höhe treiben, was den US-Dollar weiter belasten könnte.

Zudem stehen in dieser Woche u.a. das Verbrauchervertrauen des Conference Board im November (Dienstag) und der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende US-Gewerbe im November auf dem Programm (Freitag). Am Mittwochabend wird das Beige Book, eine Art Konjunkturbericht der Fed, veröffentlicht.

Hinzu kommen in dieser Woche eine Reihe von Reden von Fed-Vertretern. Heute sprechen u.a. die Fed-Gouverneure Christopher Waller und Michelle Bowman. Eine Rede von Fed-Chef Jerome Powell steht am Freitag auf der Agenda, bevor dann im Vorfeld des nächsten US-Zinsentscheids am 13. Dezember 2023 die Schweigeperiode beginnt. Laut Fed-Watch Tool der CME beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed ihren Leitzins im Dezember unverändert belässt, bei 96,8 Prozent.

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EUR/USD bewegt sich im europäischen Handel am Dienstagvormittag mit positiver Tendenz etwas unterhalb seines am 21. November 2021 bei 1,0965 markierten, knappen Dreieinhalbmonatshochs. Im Hoch erreichten die Notierungen bislang 1,0963.

Das am Morgen gemeldete deutsche GfK-Konsumklima für Dezember hat sich leicht aufgehellt. Der Index legte von minus 28,3 Punkten im November auf minus 27,8 Zähler im Dezember zu. Analysten hatten im Konsens mit einem Anstieg auf minus 27,9 Punkte gerechnet.

Die Geldmenge M3 im Euroraum ist im Oktober um 1,0 Prozent im Jahresvergleich gesunken. Volkswirte hatten im Konsens mit einem Rückgang um 0,9 Prozent gerechnet, nach minus 1,2 Prozent im September. Die Kredite an private Haushalte legten im Oktober auf Jahressicht um 0,6 Prozent zu. Erwartet worden war hier ein Zuwachs um 0,7 Prozent, nach zuvor plus 0,8 Prozent. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

GBP/USD notiert mit bislang 1,2642 im Hoch weiterhin nahe seines gestrigen Zweieinhalbmonatshochs bei 1,2644. Die britischen BRC-Einzelhandelspreise sind im Oktober um 4,3 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Im September hatte die Teuerung bei 5,2 Prozent gelegen.

USD/JPY weitet am Dienstag seine jüngsten Verluste aus. Im Tief notierte das Währungspaar bislang bei 147,97. Die japanischen Verbraucherpreise sind im Oktober in der Kernrate um 3,0 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einer Teuerung um 3,4 Prozent gerechnet wie zuletzt. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

Daten-Highlight im US-handel am Dienstagnachmittag ist das Verbrauchervertrauen des Conference Board im November. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftskalender.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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