Analyse
09:00 Uhr, 24.06.2026

TKMS setzt RHEINMETALL einen Schuss vor den Bug

Die Bundesregierung plant offenbar, das Programm für die F126-Fregatten zu beenden. Damit stünde der Bau des größten deutschen Kriegsschiffs seit dem Zweiten Weltkrieg vor dem Aus.

Nach übereinstimmenden Berichten der Financial Times und von Reuters haben Verteidigungsminister Boris Pistorius und weitere Regierungsvertreter Industrievertreter sowie führende Abgeordnete über die Absicht informiert, den Bau von sechs F126-Fregatten nicht weiterzuverfolgen. Stattdessen will Berlin demnach acht kleinere Fregatten des Typs Meko A-200 beschaffen. Diese sollen vom deutschen Marineschiffbauer TKMS kommen.

Für Rheinmetall wäre die Entscheidung ein empfindlicher Rückschlag. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern hatte darauf gesetzt, die Führung des F126-Programms zu übernehmen. Im Raum stand ein Auftragsvolumen von 12,8 Mrd. EUR. Für Rheinmetall wäre es ein Schlüsselprojekt gewesen, um den Einstieg in den Marineschiffbau strategisch abzusichern.

Ein Prestigeprojekt gerät außer Kontrolle

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