FX-Mittagsbericht: Euro vor EZB-Entscheid gefragt
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München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar gibt am Donnerstag im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Zinsentscheids der Europäischen Zentralbank (EZB) auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index nach. Der Zinsentscheid der EZB steht um 13:45 Uhr MESZ auf dem Programm. Ab 14:30 Uhr MESZ folgt die Pressekonferenz mit EZB-Präsident Mario Draghi. Dabei interessiert die Marktteilnehmer insbesondere, ob sich dieser erstens kritisch zur Euro-Stärke und zweitens zum sog. „Tapering“, der Reduzierung der Anleihenkäufe, äußern wird. Marktbeobachter rechnen jedoch damit, dass zumindest konkrete Details hierzu erst im Oktober bekanntgegeben werden.
Unterdessen wurde überraschend bekannt, dass der Haushaltsstreit in den USA vorerst beendet ist. US-Präsident Donald Trump und der Kongress haben sich auf eine Zwischenfinanzierung bis zum 15. Dezember geeinigt, wie Trump mitteilte. Damit wurde der sog. „Government shutdown" vermieden, bei dem Bundesbehörden wegen der Zahlungsunfähigkeit vorübergehend geschlossen werden. Die Schuldenobergrenze muss regelmäßig angehoben werden, damit die USA ihren Verbindlichkeiten weiterhin nachkommen können. Ein Zahlungsausfall würde die Kreditwürdigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft gefährden und der US-Wirtschaft schaden.
Im Nordkoreakonflikt will US-Präsident Donald Trump nur im Notfall auf militärische Mittel setzen. Diese seien nicht die „erste Wahl" zur Beilegung der Krise. Seine Regierung gebe anderen Ansätzen den Vorzug, sagte Trump. So haben die USA einen Resolutionsentwurf bei den Vereinten Nationen (UN) vorgelegt, der ein Öl-Embargo gegen Nordkorea vorsieht. Die EU erwägt eine Verschärfung der europäischen Wirtschaftssanktionen, die darauf abzielen sollen, die Devisenbeschaffung für Nordkorea weiter zu erschweren.
EUR/USD strebt wieder der 1,20er-Marke und dem am 29. August 2017 bei 1,2070 erreichten Zweieinhalbjahreshoch entgegen. Im Hoch wurde das Währungspaar bislang bei 1,1983 gehandelt. Wie am Morgen gemeldet wurde, stagnierte die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe Deutschlands im Juli gegenüber dem Vormonat. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs um 0,6 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang um 1,1 Prozent im Juni. Das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone stieg im zweiten Quartal laut endgültiger Veröffentlichung um 0,6 Prozent im Quartals- und 2,3 Prozent im Jahresvergleich, nach plus 0,5 Prozent bzw. 2,0 Prozent im ersten Quartal. Bitte beachten Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.
GB/USD erreichte bislang zuhöchst 1,3080. Der britische Halifax-Hauspreisindex ist im August um 1,1 Prozent im Monatsvergleich gestiegen, nach zuvor plus 0,4 Prozent. USD/JPY wurde bislang bei 108,82 im Tief gehandelt. Die japanischen Frühindikatoren sind im Juli von 105,9 auf 105,0 Punkte gesunken.
USD/NOK gibt am Donnerstagvormittag nach und notierte bislang bei 7,7681 im Tief. Die norwegische Industrieproduktion ist im Juli um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen, nach einem Zuwachs um 0,3 Prozent im Juni. Auf Jahressicht ergibt sich aktuell ein Anstieg um 0,5 Prozent, nach zuvor plus 5,4 Prozent. Bitte beachten Sie auch die aktuelle USD/NOK-News.
USD/SEK bewegt sich weiterhin unter der runden 8er-Marke seitwärts (aktuell bei 7,9726). Die schwedische Notenbank hat ihren Leitzins angesichts der Kronenstärke wie von Analysten im Konsens erwartet unverändert bei minus 0,50 Prozent belassen. „Die Geldpolitik muss weiter expansiv bleiben, um die Inflationsrate in die Nähe der Zweiprozentmarke steigen zu lassen“, so das Riksbank-Begleitstatement. Es stehe nicht zu erwarten, dass die „Repo Rate“ vor Mitte 2018 von ihrem Rekordtief bei minus 0,50 Prozent angehoben werde, heißt es weiter. Bitte lesen Sie hierzu auch die umfangreichere EUR/SEK-News.
Während sich das Augenmerk am Donnerstagnachmittag zunächst auf die EZB richtet, stehen aus den USA im weiteren Handelsverlauf unter anderem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Produktivität und die Lohnstückkosten im zweiten Quartal auf dem Programm. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.
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Draghi und Co......alles Marktmanipulationen, die eigentlich verboten ist (sind) !!!!