Evening-Flash: Microsoft-Kurssprung treibt Nasdaq – Meta bricht ein
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Der DAX schloss am Donnerstag 0,92 % höher bei 25.612,03 Punkten, gestützt von besseren Eurozonen-Daten und einem schwächeren US-Wachstum. In den USA sorgt die Berichtssaison für ein extremes Auseinanderlaufen der Schwergewichte: Microsoft legt nach starken Jahreszahlen kräftig zu, während Meta nach dem Ausblick zweistellig verliert. Der Nasdaq 100 gewinnt 3,18 %.
Marktbericht
Der DAX schließt bei 25.612,03 Punkten und damit 0,92 % höher. Stützend wirken bessere Konjunkturdaten aus der Eurozone sowie ein schwächeres US-Wachstum: Das US-BIP wächst im zweiten Quartal annualisiert nur um 1,5 % statt der erwarteten 2,0 %, die PCE-Inflation liegt bei 3,7 %, und auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fallen unter die Erwartungen. Das dämpft die Inflationserwartungen und stützt deutsche Staatsanleihen.
Der S&P 500 notiert im laufenden US-Handel 1,33 % höher bei 7.413,66 Punkten, nach einem Vortagsschluss von 7.316,15 Punkten. Deutlich stärker zeigt sich der Nasdaq 100 mit einem Plus von 3,18 % auf 28.056,18 Zähler, gegenüber 27.192,31 Punkten zum Vortagsschluss. Treiber ist der Kurssprung des Index-Schwergewichts Microsoft nach den Jahreszahlen.
Bitcoin legt 1,50 % auf 64.859,45 USD zu. Für Gesprächsstoff sorgt die Regulierungsdebatte: JPMorgan senkt die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des Clarity Act auf 37 % und verweist auf den fehlenden Rahmen als möglichen Katalysator, während Banco Santander eine Bitcoin-Position von 4,3 Mio. USD über BlackRocks IBIT-ETF aufbaut.
EUR/USD steigt um 0,51 % auf 1,1522 USD, gestützt vom schwächeren US-Wachstum und den besseren Eurozonen-Daten; zusätzlich belasten Spekulationen über Yen-Interventionen den Dollar. Gold zieht um 3,35 % auf 4.171,7 USD an. Brent gibt 3,88 % auf 87,22 USD nach, was den Inflationsdruck auf der Kostenseite von Industrie, Transport und Verbrauchern dämpft.
Europa
Tops & Flops Europa (L&S)
| Wert | Tag |
|---|---|
| AUMOVIO | +11,94 % |
| Infineon Technologies | +9,53 % |
| Siltronic | +8,68 % |
| adidas | -13,39 % |
| Nemetschek | -13,32 % |
| TeamViewer | -11,60 % |
Im Mittelpunkt steht Aumovio: Der Zulieferer legt den Rechtsstreit mit BMW bei, verbucht dafür 350 Mio. Euro Kosten und senkt die Gewinnprognose, erhält im Gegenzug aber Aufträge über rund 1 Mrd. Euro sowie eine ausgeweitete Zusammenarbeit. Der Auftragsoptimismus überwiegt klar, die Aktie gewinnt im späten Handel 11,9 %.
Auch bei Forvia Hella liefert das Halbjahr keine Überraschung: Der währungsbereinigte Umsatz von 4 Mrd. Euro und eine operative Marge von 5,4 % genügen, um das Jahresziel von 7,4 bis 7,9 Mrd. Euro zu bestätigen. Aus dem Rüstungsbereich meldet Heckler & Koch einen Halbjahresumsatz von 263,9 Mio. Euro, ein Plus von 47 %, bei mehr als verdoppeltem EBITDA, und hebt die Prognose für 2026 an.
Drägerwerk stellt für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von 2 bis 6 % und eine EBIT-Marge von 6,0 bis 8,0 % in Aussicht, wobei Zollrückerstattungen helfen. Alzchem kann trotz solider Quartalszahlen, einem Umsatzplus von 9 % und einer operativen Marge von 20,7 % im Nachmittagshandel nicht überzeugen.
Gemischt fällt das Bild bei den Schwergewichten aus. adidas hebt die Umsatzprognose an, verfehlt beim EBIT wegen höherer Marketingausgaben aber die Erwartungen; RBC und JPMorgan sprechen von einem durchwachsenen bis enttäuschenden Zahlenwerk ohne Anhebung der Gewinnziele. Bei Nemetschek liegt das EBITDA unter den Schätzungen, Kursziele werden gesenkt.
Siltronic (Aktuelle Analyse) erhält nach Anzeichen einer Erholung im 200-mm-Wafer-Geschäft Hochstufungen auf Buy von MWB Research und der DZ BANK. Beim Lebensmittelhandel bremst das Bundeskartellamt: 38 der 200 geplanten Standorte der Tegut-Übernahme durch Edeka sind nicht genehmigungsfähig, Edeka bietet den Verzicht auf neun Standorte an. K+S erhält Unterstützung durch die angekündigte Strompreiskompensation für den Untertagebergbau.
USA
Tops & Flops USA (L&S)
| Wert | Tag |
|---|---|
| Nebius Group | +30,64 % |
| SanDisk | +26,01 % |
| CoreWeave | +24,36 % |
| Alnylam Pharmaceuticals | -30,78 % |
| Fair Isaac | -19,00 % |
| Lennox International | -18,44 % |
Vorbörslich überzeugt vor allem Mastercard (Aktuelle Analyse) mit einem Umsatz von 9,3 Mrd. USD und einem bereinigten EPS von 5,04 USD, jeweils über dem Konsens, während Alnylam Pharmaceuticals (Aktuelle Analyse) beim Umsatz mit 1,29 Mrd. USD die Erwartungen verfehlt und die Jahresprognose für das TTR-Franchise senkt.
Den Ton setzt jedoch das Auseinanderlaufen der Tech-Schwergewichte. Microsoft (Aktuelle Analyse) gewinnt 14,0 %, nachdem die Jahreszahlen überzeugten und der Konzern begrenzte KI-Investitionen signalisierte; RBC und Jefferies heben Azure und den Ausblick positiv hervor. Meta Platforms (Aktuelle Analyse) verliert dagegen 10,9 %, weil Ausblick und höhere geplante Investitionen enttäuschen: JPMorgan senkt das Kursziel von 905 auf 830 USD und kritisiert die fehlende Klarheit zur Ausgabenplanung.
Amazon legt vor den Zahlen nach Börsenschluss 3,4 % zu, Analysten rechnen mit einem AWS-Wachstum von 33 bis 34 % gegenüber einem Konsens von rund 31 %. Zusätzlich erhält die Tochter Zoox von der NHTSA eine Ausnahmegenehmigung für bis zu 2.500 fahrerlose Fahrzeuge ohne Lenkrad pro Jahr. Oracle erweitert die Partnerschaft mit Google Cloud und integriert Gemini-Modelle in sein Anwendungsportfolio.
Im KI-Umfeld beruhigt sich die Lage: Bei Nebius Group löst der Blocktrade, mit dem der Hedgefonds Situational Awareness sein gesamtes Aktienportfolio nach Verlusten im Südkorea-Ausverkauf abstieß, den Verkaufsdruck. CoreWeave stützt sich auf eine angekündigte Kooperation mit Leidos für sichere KI-Cloud-Dienste für US-Geheimdienste und Verteidigungsministerium. Fair Isaac (Aktuelle Analyse) enttäuscht mit Umsatz und angehobener Jahresguidance leicht, zudem kühlt das Hypotheken-Wachstum ab und die Software-Segmentmarge sinkt.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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