Darüber spricht der Markt: Reicht Knappheit noch für höhere Chipkurse?
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Sind Chipaktien trotz Microns starker Zahlen zu teuer?
Die Skeptiker stellen bei Micron Technology nicht die Nachfrage infrage, sondern die Erwartungen: Wie viel Spielraum bleibt, wenn nahezu perfekte Ergebnisse bereits vorausgesetzt werden? Nachdem der Konzern für das vierte Geschäftsquartal einen Rekordumsatz von 54,23 Mrd. USD gemeldet hatte, dreht sich die Debatte nun darum, wie lange sich die hohe Profitabilität halten lässt. Die Non-GAAP-Bruttomarge beträgt 87,0 %. Aus dem skeptischen Lager heißt es, zunehmender Wettbewerb könnte die Marge über die nächsten 6 bis 8 Quartale schrittweise auf etwa 70 % drücken.
Die Optimisten setzen nicht auf ein einzelnes starkes Quartal, sondern auf eine längere Phase der Knappheit. Nach ihrer Einschätzung bleibt das Speicherangebot bis 2028 knapp. Als Belege führen sie strategische Kundenverträge, einen wachsenden Auftragsbestand und Liefervereinbarungen bis 2031 an. Das soll die Preissetzungsmacht stützen. Für diese Sicht spricht auch die Unternehmensprognose für das erste Quartal 2027: rund 61,5 Mrd. USD Umsatz und ein bereinigtes EPS von rund 38,15 USD. Genannt werden Kursziele von 1.500 USD, 1.100 USD bei Goldman Sachs und 1.540 USD bei JP Morgan. Im heutigen Handel gewinnt Micron 2,4 %.
Wer vorsichtiger bleibt, richtet den Blick auf mögliche Rücksetzer. Als technische Orientierung dienen die Unterstützung im Bereich von 700 US-Dollar am Tief von Ende Juli sowie die diskutierte Zone bei 1.030–1.040 USD. Für dieses Lager ist eine bis 2028 erwartete Knappheit kein Beweis dafür, dass die heutigen Margen dauerhaft Bestand haben.
Bei Nvidia stützt sich die Zuversicht stärker auf die Charttechnik. Als bullische Signale werten die Optimisten die im mehrwöchigen Verlauf auseinanderlaufenden gleitenden Durchschnitte und den Ausbruch des RSI über eine fallende Trendlinie. Orientierung bieten die Unterstützung bei 215 USD, die Marke bei 231–232 USD und der Widerstand bei 236,54 USD, dem 52-Wochen-Hoch. Heute legt die Aktie 1,6 % zu.
Die Skeptiker wollen dagegen sehen, dass die Unternehmensgewinne die Erwartungen bestätigen. Bei einem Trendbruch halten sie einen Rückfall auf 213–215 USD für möglich. Die Zahlen am 17. November werden damit zum Prüfstein für die Erwartungen an das kommende Quartal.
Hat Meta im KI-Agenten-Wettbewerb die Nase vor Google?
Für die Anhänger von Meta Platforms entscheidet sich der Wettbewerb nicht allein daran, welches Sprachmodell in Tests vorne liegt. Wichtiger ist ihnen der praktische Nutzen. Eine Stimme verweist auf Produktvergleiche, nach denen Muse Anrufe tätigen und Käufe abschließen kann – Funktionen, die Googles Spark nicht bietet. Hinzu kommt der kostenlose Zugang. Unter Verweis auf Sensor Tower werden für Muse mehr als fünf Millionen Downloads seit dem Start vor drei Wochen genannt. Für die Optimisten liegt darin Metas Stärke: Der Einstieg ist einfach, und die Funktionen reichen über die reine Beantwortung von Fragen hinaus.
Die entscheidende Hürde sehen Metas Skeptiker dagegen erst nach dem Download. Nutzer müssten ihre Konten zunächst mit Muse verknüpfen. Der Download allein verschaffe der App also noch keinen Zugang zu den persönlichen Informationen, die sie für konkrete Aufgaben brauche. Auch unabhängige Anbieter wie Instinct könnten Nutzer an sich binden. Aus dieser Sicht ist die frühe Verbreitung ein Achtungserfolg, aber noch kein belastbarer Nachweis eines dauerhaften Vorsprungs.
Genau diesen Datenzugang halten die Befürworter von Alphabet für Googles Stärke. Sie verweisen auf Milliarden Nutzer, die bereits persönliche Informationen im Ökosystem hinterlegt hätten, sowie auf den früheren Spark-Start im Mai. Beim Modellvergleich führen sie Gemini 4 Argon an: Nach Googles Darstellung übertrifft es Konkurrenzmodelle in mehreren Benchmarks. Eine Stimme hebt insbesondere Software-Engineering und Cybersicherheit als Stärken hervor. Jefferies, JPMorgan und RBC beurteilen den Modellstart positiv.
Die Zweifel an Alphabet betreffen weniger die Modellleistung als das Geschäftsmodell. Spark sei nur gegen Bezahlung zugänglich. Gemini 4 Argon sei bislang nur stark eingeschränkt verfügbar und durchlaufe US-Sicherheitstests. JPMorgan warnt zudem, dass KI-Agenten die Google-Suche umgehen könnten. Der entscheidende Einwand lautet damit: Auch ein leistungsfähiger Agent schützt nicht zwangsläufig die lukrativen Werbeeinnahmen. Aus dieser Sicht kommt es im Wettbewerb der Agenten also nicht nur auf die besseren Testergebnisse an.
Verschärft Chinas Exportstopp die Knappheit bei Öl und Diesel?
Chinas Entscheidung, die Ölproduktexporte für Oktober auszusetzen, verschärft aus Sicht der Bullen die internationale Angebotsknappheit. Durch den Lageraufbau im eigenen Land stünden anderen Abnehmern weniger Mengen zur Verfügung, lautet ihr Argument. Betroffen sind zunächst Raffinerieprodukte; um einen Stopp chinesischer Rohölexporte geht es nicht. Für steigende Energiepreise sprechen aus Sicht dieses Lagers auch die deutlich verteuerten Rohöltransporte. Zu den knapperen verfügbaren Mengen kämen damit höhere Transportkosten. Öl (WTI) legt heute 2,7 % zu.
Wer auf Entspannung setzt, verweist dagegen auf die Ölexporte aus dem Nahen Osten, die sich nahezu auf Vorjahresniveau erholt haben. Diese Lieferungen wirken der Verknappung entgegen. Aus Sicht dieses Lagers lässt sich Chinas Entscheidung deshalb nicht isoliert betrachten. Das Gegenlager hält den Exportstopp also nicht für bedeutungslos. Es bezweifelt aber, dass er allein die Richtung am gesamten Ölmarkt vorgibt. Für Rohöl bleibt die Erholung der Lieferungen das wichtigste Gegenargument zur Verknappungsthese.
Technisch orientierte Käufer achten unterdessen auf mögliche Rücksetzer bei WTI. Genannt werden die Unterstützung bei 90 USD pro Barrel, die weitere Unterstützung bei 89 USD sowie die Zonen knapp unter 91 USD und unter 90 USD. An diesen Kursbereichen orientiert sich dieses Lager, während in der fundamentalen Debatte gegenläufige Entwicklungen beim Angebot aufeinandertreffen.
Auch bei Diesel steht für die Bullen die internationale Versorgung im Mittelpunkt. Stellen chinesische Raffinerien ihre Ausfuhren ein, fehlt dieses Angebot außerhalb Chinas. Das verschärft aus ihrer Sicht die Knappheit auf dem Weltmarkt. Entscheidend sind für sie damit die Folgen der ausbleibenden chinesischen Produktexporte für die übrigen Abnehmer.
Das Gegenlager unterscheidet dagegen ausdrücklich zwischen Weltmarkt und US-Inland. Ein mögliches US-Dieselexportverbot könnte mehr Kraftstoff im Land halten und dort die Preise senken. Laut einer Stimme wird für diesen Fall mit leicht fallenden Dieselpreisen, aber leicht steigenden Benzinpreisen gerechnet. Die Aussicht auf Entlastung bleibt damit an eine Bedingung geknüpft: Das bislang nur mögliche US-Exportverbot müsste tatsächlich kommen.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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