Analyse

EUR/USD klettert auf Zweimonatshoch

Die gestrigen US-Inflationsdaten stützen die Erwartung am Markt, dass die Federal Reserve Bank (Fed) bereits auf ihrer nächsten Notenbanksitzung im März 2022 die Leitzinsen anheben und im Laufe des Jahres drei weitere Zinserhöhungen vornehmen wird – aber auch nicht mehr.

Erwähnte Instrumente

  • EUR/USD
    ISIN: EU0009652759Kopiert
    Kursstand: 1,14672 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • EUR/USD - WKN: 965275 - ISIN: EU0009652759 - Kurs: 1,14672 $ (FOREX)

Washington (GodmodeTrader.de) – EUR/USD setzt im europäischen Handel am Donnerstagvormittag seinen jüngsten Anstieg fort und hat mit bislang 1,1478 im Hoch ein Zweimonatshoch erreicht.

Die am Mittwochnachmittag veröffentlichten US-Inflationsdaten hatten gezeigt, dass die US-Verbraucherpreise im Dezember wie von Analysten im Konsens erwartet um 7,0 Prozent im Jahresvergleich gestiegen sind – der höchste Wert seit 1982. Im November hatte die Inflation bei 6,8 Prozent gelegen. In der Kernrate kletterten die Verbraucherpreise mit 5,5 Prozent im Jahresvergleich stärker als erwartet. Ökonomen hatten im Konsens auf dieser Basis mit einer Teuerung um 5,4 Prozent gerechnet, nach 4,9 Prozent im November. Am Donnerstagnachmittag werden die US-Erzeugerpreise im Dezember gemeldet.

Die auf ein 39-Jahreshoch gestiegene Gesamtinflation und die in der Kernrate etwas höher als erwartet ausgefallene Inflationsrate stützt die Erwartung am Markt, dass die Federal Reserve Bank (Fed) bereits auf ihrer nächsten Notenbanksitzung im März 2022 die Leitzinsen anheben und im Laufe des Jahres drei weitere Zinserhöhungen vornehmen wird – aber auch nicht mehr.

Unterstützung erhält diese Einschätzung auch von den jüngsten Kommentaren von Fed-Vertretern. Der Präsident der Fed in St. Louis, James Bullard, sagte gegenüber dem Wall Street Journal, dass angesichts der hohen Inflation vier Zinserhöhungen im Jahr 2022 gerechtfertigt sein könnten. Die Präsidentin der Fed in Cleveland, Loretta Mester, und der Präsident der Fed in Atlanta, Raphael Bostic, gehen davon aus, dass die Zinssätze bereits im März 2022 angehoben werden.

Gegen 10:20 Uhr MEZ notiert EUR/USD bei 1,1471. Oberhalb des Hochs vom 11. November 2021 bei 1,1488 befindet sich der nächste wichtige Widerstand am Hoch vom 3. November 2021 bei 1,1617. Die nächste wichtige Unterstützung liegt am Hoch vom 31. Dezember 2021 bei 1,1386, der oberen Begrenzung der Seitwärtsspanne in der EUR/USD seit Erreichen eines 16-Monatstiefs am 25. November 2021 bei 1,1184 gehandelt wurde und aus der das Währungspaar gestern nach oben ausgebrochen ist.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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