Analyse

EUR/USD: Inflationsdruck lässt nach

Die Inflationsdaten aus Spanien und einzelnen deutschen Bundesländern haben gezeigt, dass der Preisdruck in der Eurozone im November weiter nachgelassen hat. Im Fokus liegt die gesamtdeutsche Verbraucherpreisinflation im November, die um 14:00 Uhr MEZ veröffentlicht wird.

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  • EUR/USD - WKN: 965275 - ISIN: EU0009652759 - Kurs: 1,09838 $ (FOREX)

EUR/USD hat angesichts der US-Dollar-Schwäche auf breiter Basis infolge der dovischen Kommentare des Gouverneurs der Federal Reserve Bank (Fed), Christopher Waller, am Mittwoch in der Spitze bei 1,1017 ein frisches Dreieinhalbmonatshoch erreicht, konnte die runde 1,10er-Marke jedoch im weiteren Handelsverlauf nicht halten.

Waller sagte, er sei zuversichtlich, dass die US-Geldpolitik derzeit gut positioniert sei, um die Wirtschaft zu bremsen und die Inflation wieder auf zwei Prozent zu bringen. Es gebe gute ökonomische Argumente für eine geldpolitische Lockerung, falls die Inflation in den nächsten Monaten weiter zurückgehe, hieß es weiter.

Die Inflationsdaten aus Spanien (3,2 Prozent, nach 3,5 Prozent) und einzelnen deutschen Bundesländern, darunter mit Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste (3,0 Prozent, nach 3,1 Prozent), haben gezeigt, dass der Preisdruck in der Eurozone im November weiter nachgelassen hat. Im Fokus liegt nun die gesamtdeutsche Verbraucherpreisinflation im November, die um 14:00 Uhr MEZ veröffentlicht wird.

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im November leicht aufgehellt. Der entsprechende Index stieg von 93,5 Punkten im Oktober auf aktuell 93,8 Zähler. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs auf 93,7 Punkte gerechnet. Die weiteren am Mittwoch aus der Eurozone bislang gemeldeten Daten entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftskalender.

Gegen 13:45 Uhr MEZ notiert EUR/USD bei 1,0984. Der nächste markante Widerstand liegt am Hoch vom 10. August 2023 bei 1,1065. Die nächsten wichtigen Unterstützungen finden sich an den Tiefs vom 22. November 2023 bei 1,0852 und 17. November 2023 bei 1,0824.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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