Analysteneinschätzung
08:12 Uhr, 08.04.2019

EUR/TRY: Nächste Hürde bei 6,60

Gründe für die jüngste Lira-Schwäche sind Helaba-Analyst Ulrich Wortberg zufolge der sich zuspitzende Streit zwischen den USA und der Türkei um ein Waffengeschäft sowie die enttäuschende Entwicklung der Inflation.

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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die Türkische Lira tendiert zur Schwäche. Verantwortlich dafür ist der sich zuspitzende Streit zwischen den USA und der Türkei in Bezug auf ein Waffengeschäft, dass die Türkei mit Russland eingehen will. Zudem enttäuscht die Entwicklung der Inflation, denn diese ist im März entgegen den Erwartungen auf 19,71 Prozent von 19,67 Prozent gestiegen, wie Helaba-Analyst Ulrich Wortberg im „Tagesausblick Devisen“ schreibt.

Der Preisdruck bleibe hoch, obwohl sich die Lira in den letzten Monaten stabil gehalten habe. Die erneute Abwertung der Landeswährung wirke nun zusätzlich preistreibend. Fraglich sei, wie die türkische Zentralbank darauf reagiere. Sie könne dem Wunsch von Präsident Erdogan nach Zinssenkungen wohl nicht nachkommen. Eigentlich müsste sie die Geldpolitik straffen, um einer fortgesetzten Lira-Schwäche zu begegnen. Tue sie das nicht, drohe ein weiterer Wertverfall, heißt es weiter.

„Der Euro ist seit Ende März um mehr sechs Prozent gestiegen. Die nächste Hürde zeigt sich bei 6,60 Lira in Form des markanten Hochs vom 22. März. Kurse darüber würden Potenzial bis 6,73 eröffnen. Zur Erinnerung: Das Allzeithoch wurde während der Lira-Krise im Sommer letzten Jahres bei 8,21 Lira erreicht“, so Wortberg.

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