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Erholung bei den Weizenpreisen

In Australien haben sich die Angebotsaussichten anderthalb Monate vor Ende der Ernte wieder verschlechtert.

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Die Weizenpreise konnten sich in den letzten Handelstagen wieder erholen, nachdem sie sich zu Beginn der letzten Woche noch ihren Tiefs in diesem Jahr angenähert hatten.

Unterstützung gab es mitunter aus Australien, wo sich die Angebotsaussichten anderthalb Monate vor Ende der Ernte wieder verschlechtert haben, wie die Leiterin des Rohstoffresearchs der Commerzbank, Thu Lan Nguyen, in der jüngsten Ausgabe von „Rohstoffe Aktuell“ schreibt.

„So senkte der Getreideverband Westaustraliens seine Ernteschätzung von knapp über auf knapp unter acht Millionen Tonnen. Dies sei noch eine Folge der außergewöhnlichen Trockenheit, insbesondere im September und Oktober. Offen ist, ob dies auch andere Anbauregionen betroffen haben könnte“, so Nguyen.

Darüber hinaus dürften die jüngsten neuerlichen russischen Angriffe auf Hafeninfrastruktur in Odessa die Unsicherheit mit Blick auf das ukrainische Weizenangebot wieder erhöht haben. Der Direktor des UN-Welternährungsprogramms für die Ukraine habe vor langfristigen Folgen der Angriffe und der Blockade der Seeexportrouten gewarnt, heißt es weiter.

„Im schlimmsten Fall könnte die Weizenproduktion zukünftig die heimische Nachfrage und damit den Exportbedarf nicht mehr decken, was längerfristig zu höheren Weizenpreisen am Weltmarkt führen könnte“, so Nguyen.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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