Die neue Ära gehört den Rohstoffen, dem Gold und ...
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Erwähnte Instrumente
- Gold - WKN: 965515 - ISIN: XC0009655157 - Kurs: 4.514,96 $/oz. (JFD Brokers)
- Silber - WKN: 965310 - ISIN: XC0009653103 - Kurs: 70,287 $/oz. (JFD Brokers)
Aktuelles Research der US-Investmentbank Bank of America (BofA) zeichnet das Bild eines fundamentalen Epochenwechsels, in dem der bisherige Populistische Kapitalismus, geprägt durch Steuersenkungen, Deregulierung und die einseitige Begünstigung von Kapitalbesitzern, von einem Populistischen Sozialismus abgelöst wird. Dieser radikale Politikwechsel ist die Antwort auf eine tiefgreifende Erschwinglichkeitskrise, bei der die Lebenshaltungskosten die Reallöhne systematisch auffressen und soziale Unruhen provozieren. In diesem neuen Paradigma priorisiert der Staat die soziale Stabilität und die Kaufkraft der breiten Masse über die reine Markteffizienz oder die Unabhängigkeit der Zentralbanken.
Die strategische Umsetzung stützt sich dabei auf 3 zentrale Säulen: Erstens das Bedingungslose Grundeinkommen oder direkte Transferzahlungen ("Helikoptergeld"), um den Konsum der einkommensschwachen Schichten trotz Inflation zu stützen. Zweitens den massiven staatlich geförderten Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um durch Produktivitätssprünge die Preise im Dienstleistungssektor zu dämpfen. Und drittens die Zinskurvensteuerung (Yield Curve Control). Bei letzterer verliert die Zentralbank faktisch ihre Autonomie und deckelt die Zinsen künstlich unterhalb der Inflationsrate, um die Staatsverschuldung finanzierbar zu halten und die Schuldenlast real wegzuschmelzen ... eine Form der finanziellen Repression zu Lasten der Sparer.
Dieser Shift spiegelt sich bereits drastisch in den Marktdaten wider, wo Öl (+63.4%) und Rohstoffe (+44.7%) als klare Gewinner dominieren, während spekulative Assets wie Bitcoin (-21.6%) und klassische US-Aktien (-5.4%) underperformen. Wir befinden uns laut BofA in einem inflationären Bärenmarkt, in dem die Liquidität aus dem Tech-Sektor in reale Sachwerte flieht. Der US-Dollar tritt dabei in einen langfristigen Bärenmarkt ein, ähnlich der Ära unter Nixon oder Carter, was Gold und internationale Märkte begünstigt.
Für Investoren bedeutet dies das Ende des klassischen 60/40-Portfolios. Die neue Ära gehört den Rohstoffen, dem Gold und Unternehmen, die auf den Massenkonsum der unteren Einkommensschichten spezialisiert sind, während die Profitabilität des Kapitals zugunsten der Arbeiterschaft (Labor over Capital) unter Druck gerät.


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Teile die Meinung der BofA nicht. Speziell in den USA mit minimalem Sozialsystem kann ich keine Tendenz zum populistischen Sozialismus erkennen. Wo wird ein bedingungsloses Grundeinkommen diskutiert geschweige denn geplant?
Auch die anderen Thesen teile ich nicht. Ich sehe keinen Shift zu Unternehmen des Massenkonsums, eher im Gegenteil. Die Weichen sind in Richtung eines Staatskapitalismus mit einem Schwerpunkt auf Rüstung gestellt. Auch beim Einsatz der KI bleibt die Frage, ob dies zu einer Preisdämpfung führen wird oder höheren Gewinnen. Auch teile ich die These nicht, dass Inflation die (Staats-)Verschuldung real wegschmilzt. Im Gegenteil, da die Staatsverschuldung das BIP bereits überschreitet und laufend Defizite aufgehäuft werden, wird die Verschuldung (real und prozentual) immer weiter zunehmen. Dies wird sich noch verschärfen, da die Inflation dämpfend auf den Massenkonsums und damit das BIP wirkt.