Kommentar
08:30 Uhr, 06.03.2026

DAX® - Lackmustest – Teil 2

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Lackmustest – Teil 2

Den Widerstandsbereich aus der 200-Tage-Linie (akt. bei 24.175 Punkten), der Nackenlinie des jüngsten Doppeltops (24.266 Punkte) sowie der verbliebenen Abwärtskurslücke vom 3. März (24.367 zu 24.577 Punkte) haben wir nicht umsonst als charttechnische „Schlüsselzone“ bezeichnet. Die gestrige Kursentwicklung bestätigt mit dem markanten Docht und der letztlich schwachen Tendenz der jüngsten Tageskerze den Widerstandscharakter der angeführten Zone lehrbuchmäßig. Mit anderen Worten: Der DAX® hat an dieser Stelle ein dickes Brett zu bohren. Erst oberhalb der angeführten Hürden können Anlegerinnen und Anleger von einer Rückkehr zur Normalität ausgehen. Dass es den deutschen Standardwerten schwerer als den US-Pendants fällt, zur Normalität zurückzukehren, signalisieren auch die langfristigen Indikatoren. Hier haben die jüngsten Kursturbulenzen zu Ausstiegssignalen beim MACD und RSI auf Monatsbasis geführt. Bei dem Trendfolger kommt es auf historisch hohem Niveau zu einem negativen Schnittmuster, während der Oszillator nach mehr als 15 Monaten seinen oberen Extrembereich nach unten verlassen hat. Beide Indikatorensignale sind bemerkenswert und stellen eine langfristige Hypothek dar.

DAX® (Daily)

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart DAX®

Chart DAX®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Die Kurve bekommen

Von Mai 2025 bis Februar 2026 durchlief die Aktie der Deutschen Börse eine korrektive Phase, in dessen Verlauf der Titel von fast 300 EUR auf 200 EUR zurückfiel. Die beschriebene Dürreperiode scheint jetzt aber Geschichte zu sein, was verschiedene technische Faktoren nahelegen. Zunächst hat die Aktie auf Basis der 200-Wochen-Linie (akt. bei 198,90 EUR) drei „Hammer“-Umkehrmuster in Folge ausgeprägt. Diese konstruktive Kerzenformationen legten den Grundstein, um den Abwärtstrend der letzten Monate zu den Akten zu legen. Die positiven Weichenstellungen werden durch die Trendfolger MACD und Aroon untermauert, die synchron neue Einstiegssignale generiert haben. Auch der „HSBC Trendkompass“ signalisiert wieder einen idealtypischen Aufwärtstrend. Als Sahnehäubchen kommt jetzt noch der Sprung über das Novemberhoch bei 234,10 EUR hinzu, wodurch ein klassischer Doppelboden vorliegt. Aus der Höhe der beschriebenen Trendwendeformation ergibt sich ein rechnerisches Anschlusspotenzial von 34 EUR bzw. ein Kursziel von rund 268 EUR. Um den beschriebenen Doppelboden nicht zu negieren, gilt es dagegen, in Zukunft nicht mehr unter die Marke von 230 EUR zurückzufallen.

Deutsche Börse (Weekly)

Chart Deutsche Börse

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Deutsche Börse

Chart Deutsche Börse

Quelle: LSEG, tradesignal²

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