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11:20 Uhr, 31.08.2015

China: Regierung will keine Stützungskäufe mehr durchführen

Einem Bericht der „Financial Times“ zufolge will Peking nicht mehr mit Stützungskäufen in den Aktienhandel eingreifen. Diese Meldung könnte für weitere Unruhe am Markt sorgen.

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Shanghai/Peking (Godmode-Trader.de) - Die chinesischen Börsen sind am Montag wieder im Rückwärtsgang. Zwar eröffnete der wegweisende Shanghai Composite Index zunächst nur mit einem leichten Minus von 0,89 Prozent, fiel aber innerhalb von einer gut Stunde um über drei Prozent. Am Ende einer erneuten Berg- und Talfahrt ging die wichtigste chinesische Festlandsbörse um 0,78 Prozent schwächer aus dem Handel. Die Schwankungen bleiben dem chinesischen Handel demnach bis auf Weiteres erhalten.

Derweil haben nach offiziellen Angaben die chinesischen Behörden die „Schuldigen“ der jüngsten Börsenturbulenzen ausgemacht. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete, haben Chinas Strafverfolgungsbehörden fast 200 Personen belangt, denen vorgeworfen wird, über den Börsencrash im Internet "Gerüchte verbreitet“ zu haben, mit dem Vorsatz, die „Öffentlichtkeit zu täuschen“. Ein Journalist, ein Beamter der Börsenaufsicht und vier Wertpapierhändler wurden festgenommen. Der Journalist habe gestanden, falsche Informationen verbreitet zu haben, die "große Verluste für Investoren" zur Folge hatten.

Ein Bericht der „Financial Times“ könnte für weitere Unruhe sorgen. Demnach will Peking nicht mehr mit Stützungskäufen in den Aktienhandel eingreifen. In den vergangenen zwei Monaten hätte staatsfinanzierte Investmentfonds und staatliche Einrichtungen für rund 200 Milliarden Dollar Aktien gekauft, um den Markt zu stützen. In China ist der Aktienmarkt seit Juni um über ein Drittel eingebrochen.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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