Brent steigt über 85 Dollar – Konflikt an der Straße von Hormus treibt Ölpreise
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Die erneute Eskalation im Iran-Konflikt treibt die Ölpreise weiter nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete am Dienstag erstmals seit rund einem Monat wieder mehr als 85 US-Dollar.
Zuletzt legte Brent um 2,6 Prozent auf 85,44 Dollar zu. Seit dem Zwischentief bei gut 70 Dollar Anfang Juli summiert sich der Anstieg damit auf gut ein Fünftel.
Im Mittelpunkt steht die Lage an der Straße von Hormus: Das US-Militär greift weiter Ziele im Iran an, während der Iran in der Meerenge zwei Tanker mit Marschflugkörpern attackierte. Der US-Präsident kündigte zusätzliche Angriffe sowie die Wiederaufnahme einer Seeblockade an. Zudem sollen für die sichere Passage Gebühren von 20 Prozent des Frachtwerts erhoben werden. Teheran erklärte, die Ölexporte liefen weiter normal.
Der Markt reagiert weniger auf diplomatische Aussagen als auf praktische Risiken: ob Schiffe die Passage wagen, Versicherer Deckung bieten und Regeln neuen Angriffen standhalten. Solange dies unklar ist, bleibt die Nachfrage nach Rohöl erhöht.
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