Ölpreise fallen deutlich nach abgesagtem Iran-Schlag
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Die Ölpreise sind deutlich zurückgegangen, nachdem US-Präsident Donald Trump einen geplanten Angriff auf den Iran vorerst gestoppt hat. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober fiel zuletzt auf 83,36 US-Dollar, ein Minus von 5,20 Prozent. Auch WTI gab noch stärker nach.
Trump begründete die Entscheidung mit der Chance auf neue Gespräche mit Teheran, die am Montagnachmittag starten sollten. Details zu Ort, Dauer und Teilnehmern waren zunächst unklar. Der Iran signalisierte Fortschritte bei Maßnahmen, mehr Schiffe durch die Straße von Hormus passieren zu lassen, verwies aber zugleich auf anhaltende Unklarheiten und machte keine Zusagen für freie Durchfahrten.
Neben der möglichen Öffnung der strategisch wichtigen Meerenge dürfte auch das umstrittene iranische Atomprogramm eine zentrale Rolle spielen. Frühere Gesprächsrunden fanden bereits in Pakistan und der Schweiz statt.
Parallel dazu hob Opec+ die Förderobergrenze für September zum sechsten Mal in Folge an, diesmal um 188.000 Barrel pro Tag. Analysten betonen jedoch, dass eine höhere Obergrenze nicht automatisch zu mehr Angebot führt, da große Produzenten wie Saudi-Arabien zuletzt unter ihren Quoten blieben, unter anderem wegen Einschränkungen in der Straße von Hormus.
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