Kommentar
10:37 Uhr, 12.06.2026

Bericht über Iran-Deal schickt Rohöl auf Talfahrt und DAX rauf

Die Aussicht auf eine diplomatische Öffnung im Streit zwischen den USA und Iran bewegt die Rohstoffmärkte. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr sollen im Rahmen eines vorgeschlagenen Abkommens die Ölsanktionen gegen Iran aufgehoben werden.

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Zudem sehe ein Memorandum of Understanding den Rückzug amerikanischer Kräfte aus Gebieten rund um Iran sowie eine Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen 30 Tagen vor.

Brent und WTI weiteten daraufhin ihre Verluste aus und fielen zeitweise um rund 4 %. Händler preisen damit zwei Effekte zugleich ein: ein mögliches zusätzliches Angebot iranischen Rohöls und eine sinkende Risikoprämie für Lieferausfälle am Persischen Golf. Reuters berichtete ebenfalls, dass Hoffnungen auf eine Einigung und eine Wiederöffnung der Straße von Hormus die Ölpreise belasteten, während Teheran weiter Zurückhaltung signalisiert.

Sanktionen als Schlüssel zum Ölangebot

Sollte Washington tatsächlich Sanktionserleichterungen gewähren, wäre das für den Ölmarkt ein spürbarer Einschnitt. Iran verfügt über erhebliche Exportkapazitäten, war aber durch westliche Restriktionen in seiner Vermarktung begrenzt. Bereits frühere Berichte über einen möglichen Rahmen sahen vor, Iran zeitweise wieder mehr Ölhandel zu ermöglichen, während parallel Verhandlungen über das Atomprogramm geführt würden.

Laut Reuters bestehen weiter offene Punkte, und eine endgültige Vereinbarung ist nicht bestätigt. Für die Märkte reicht derzeit schon die Aussicht auf Entspannung, um die geopolitische Prämie aus den Preisen zu nehmen.

Fazit: Überwiegend aus iranischen Quellen kommen die angeblichen Zugeständnisse der USA. Dazu gehört auch ein Truppenabzug der USA aus Basen nahe dem Iran. Ob die Meldungen wirklich so stimmen und die Amerikaner mit allem einverstanden sind, werden die kommenden Stunden zeigen. Die Verhandlungen dürften sich noch hinziehen.

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