Analyse
07:45 Uhr, 30.04.2026

BASF übertrifft die Erwartungen

Der Chemieriese liefert in einem zunehmend unberechenbaren Umfeld mehr als erwartet. Trotz Gegenwind durch Währungen, Preise und geopolitische Spannungen gelingt BASF ein operativ solides Quartal und eine Reihe zentraler Kennzahlen liegt über den Prognosen der Analysten.

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  • BASF SE - WKN: BASF11 - ISIN: DE000BASF111 - Kurs: 54,050 € (XETRA)

Im ersten Quartal 2026 erzielte BASF einen Umsatz von 16,02 Mrd. EUR und lag damit leicht über den Erwartungen von 15,9 Mrd. EUR, jedoch unter dem Vorjahreswert von 16,51 Mrd. EUR. Belastend wirkten vor allem negative Währungseffekte sowie ein moderater Preisrückgang in den meisten Segmenten.

Deutlich besser als erwartet entwickelte sich das operative Ergebnis. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 2,36 Mrd. EUR und übertraf damit klar die Analystenschätzung von 2,19 Mrd. EUR, blieb jedoch unter dem Vorjahresniveau von 2,50 Mrd. EUR. Ohne Währungseffekte von mehr als 100 Mio. EUR hätte BASF das Vorjahresniveau erreicht, so Finanzvorstand Dirk Elvermann.

Auch das EBIT fiel mit 1,26 Mrd. EUR stärker aus als prognostiziert (1,18 Mrd. EUR) und lag über dem Vorjahreswert von 1,16 Mrd. EUR. Beim EBIT vor Sondereinflüssen zeigte sich ein noch deutlicherer Abstand: 1,43 Mrd. EUR gegenüber einer Erwartung von 1,22 Mrd. EUR, allerdings unter dem Vorjahreswert von 1,59 Mrd. EUR.

Unter dem Strich blieb BASF hingegen leicht hinter den Erwartungen zurück. Das Nettoergebnis belief sich auf 927 Mio. EUR nach 808 Mio. EUR im Vorjahr, verfehlte jedoch die Prognose von rund 1,0 Mrd. EUR. Das Ergebnis je Aktie lag bei 1,06 EUR nach 0,91 EUR im Vorjahr.

Volumenwachstum kompensiert Preisdruck

Die operative Entwicklung zeigt ein differenziertes Bild. BASF profitierte von einem soliden Mengenwachstum, insbesondere getrieben durch China. Gleichzeitig belasteten Preisdruck in nahezu allen Segmenten sowie negative Wechselkurse die Umsatz- und Margenentwicklung.

Während die Segmente Surface Technologies und Materials ihr Ergebnis verbessern konnten, gerieten Chemicals, Agricultural Solutions sowie Nutrition & Care unter Druck. Industrial Solutions bewegte sich auf Vorjahresniveau.

Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen sank leicht auf 14,7 % nach 15,1 % im Vorjahr – ein Zeichen dafür, dass das Volumenwachstum die externen Belastungen nicht vollständig kompensieren kann.

Cashflow deutlich verbessert – aber saisonal negativ

Beim Cashflow zeigt sich die übliche Saisonalität. Der Free Cashflow lag im ersten Quartal bei minus 1,38 Mrd. EUR und fiel damit besser aus als im Vorjahr (minus 1,80 Mrd. EUR). Analysten hatten rund minus 1,8 Mrd. EUR erwartet.

Der operative Cashflow verbesserte sich auf minus 797 Mio. EUR. Positiv wirkten höhere Dividendeneinnahmen, insbesondere aus der Beteiligung an Wintershall Dea, sowie geringere Investitionsausgaben.

Trotz der volatilen Rahmenbedingungen hält BASF an seiner Jahresprognose fest. Für 2026 erwartet der Konzern weiterhin ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Mrd. EUR, leicht unter der Markterwartung von rund 6,8 Mrd. EUR. Der Free Cashflow soll zwischen 1,5 und 2,3 Mrd. EUR liegen, gegenüber einer Konsensschätzung von etwa 1,8 Mrd. EUR.

Allerdings bleibt der Ausblick mit Unsicherheiten behaftet. Der Konflikt im Nahen Osten könnte Energiepreise weiter steigen lassen und Lieferketten belasten. Auch die bisherigen Annahmen zur globalen Konjunktur erscheinen zunehmend optimistisch.

Für das Geschäftsjahr 2025 wird eine Dividende von 2,25 EUR je Aktie vorgeschlagen. Langfristig plant der Konzern, bis 2028 mindestens 12 Mrd. EUR an die Aktionäre zurückzugeben.

Fazit: BASF liefert ein Quartal, dass zumindest mal nicht enttäuscht. Die Prognosen wurden bei den meisten Kennzahlen locker erreicht. Jetzt zählt der Blick nach vorne und wie sich der Vorstand im Investoren-Call verkauft. Charttechnisch bleibt weiterhin die Kursmarke von 55 EUR der große Knackpunkt.

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Jahr 2025 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. EUR 59,65 62,12 63,54
Ergebnis je Aktie in EUR 2,24 2,52 3,00
KGV 24 21 18
Dividende je Aktie in EUR 2,25 2,25 2,30
Dividendenrendite 4,21% 4,21% 4,30%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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