Heute heißt es: BASF und FOMC
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Makro: heute nur ein Event
Im Kalender mit den makroökonomisch bedeutsamen Dateneinträgen findet sich auf dem Blatt für heute ein einziger armseliger Eintrag: Am Abend unserer Zeit berichtet die US-Notenbank von den Ergebnissen der Tagung gestern und heute des FOMC, des geldpolitischen Rats der Fed. Der Rentenmarkt testete zuletzt das Terrain für eine Leitzinsanhebung auf die kurze Frist. Wir im LBBW Research glauben auf Sicht bis Ende des kommenden Jahres an ein konstantes Leitzinsband. Von größerem Interesse als der Zinsentscheid per se könnte sein, wie viele abweichende Stimmen im Rat pro Anhebung zusammenkommen werden. Drei derartige Stimmen wären für uns keine Überraschung. Jeden höheren Wert dürfte der Rentenmarkt kursnegativ kommentieren. Die Dringlichkeit, geldpolitisch auf die Bremse zu treten, hat sich zuletzt für die Fed reduziert. So war für den vergangenen Juni ein breit angelegter Rückgang des US-Inflationsdrucks zu beobachten. Zudem schwächelt der US-Arbeitsmarkt, wenngleich gemäßigt. Auch wurde gestern gemeldet, dass sich die Konsumstimmung der privaten Haushalte zuletzt wider Erwarten weiter eintrübte. Das Konsumvertrauen, ermittelt vom Conference Board, fiel diesen Monat auf 90,8 Punkte, nach revidiert 92,2 Zählern im Juni. Die Zeitreihe nimmt neuerlich Tuchfühlung auf mit dem Zwölfjahrestief vom vergangenen Januar bei 84,5 Punkten. Entlastung für die Fed, zumindest temporär, auch vom Kriegsschauplatz rund um die Straße von Hormus: Es keimt leichte Hoffnung auf eine Art Waffenstillstand dort. Der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent notiert aktuell bei 88 US-Dollar, nach mehr als 102 US-Dollar am vergangenen Donnerstag. Die zehnjährigen US-Treasuries büßten seither rund zehn Basispunkte an ihrer Rendite ein. Bei alledem: Über Nacht gab es neuerliche Angriffe der USA und Saudi-Arabiens auf Iran, nach vorherigen Attacken Teherans. Der Rohölpreis weist für die unmittelbar zurückliegenden Stunden nach oben.
Mikro: umso mehr Unterhaltung
Unterhaltung verspricht der Tag auf der Ebene der Einzelunternehmen. Die aktuell auf Hochtouren laufende Berichtssaison legt heute keine Pause ein. Zu Wort melden sich an diesem Mittwoch bspw. BASF, Eni, Meta, Microsoft, Procter & Gamble, Starbucks und UBS. Meta und Microsoft werden vor allem anhand ihrer jeweiligen Investitionen in künstliche Intelligenz und in Cloud-Infrastruktur gemessen werden. Deren Wettbewerber haben zuletzt allesamt eine Ausweitung der jeweiligen Investitionen angekündigt. In der zurückliegenden Nacht legte u. a. das Halbleiterunternehmen SK Hynix Zahlen vor. Die hohen Erwartungen der Analysezunft wurden verfehlt. Der Aktienkurs verlor 13 %. Anscheinend gilt für KI-Aktien dann doch nicht: „The sky is the limit.“
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