AMGEN nach Kursrutsch - CFO sieht die Aktie als unterschätzt an
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Davon betroffen ist auch Amgens Hoffnungsträger Olpasiran. Das Management hält die Reaktion der Börse jedoch für überzogen und setzt auf eine breite Palette bereits zugelassener Medikamente sowie mehrere weit fortgeschrittene Entwicklungsprogramme.
Die Amgen-Aktie brach am 8. September um mehr als 10 % ein und erlebte damit ihren schwächsten Handelstag seit mehr als zwei Jahrzehnten. Novartis hatte zuvor mitgeteilt, dass Pelacarsen in einer Phase-III-Studie das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen bei Patienten mit erhöhtem Lipoprotein(a) nicht signifikant senken konnte. Der Fehlschlag weckte Zweifel, ob die Senkung von Lp(a) tatsächlich den erhofften klinischen Nutzen bringt. Eine Abstufung durch BMO Capital Markets verstärkte den Verkaufsdruck zusätzlich.
Amgen entwickelt mit Olpasiran ebenfalls einen Lp(a)-Senker, verweist aber auf Unterschiede beim Wirkmechanismus, beim Studiendesign und bei der Auswahl der Patienten. Medizinvorstand Paul Burton will insbesondere wissen, wie sich die einzelnen Bestandteile des primären Endpunkts bei Pelacarsen entwickelt haben, welche Ausgangswerte die Patienten aufwiesen und wie stark Lp(a) tatsächlich gesenkt wurde. "Wir müssen die Daten gründlich prüfen", sagte Burton auf der Healthcare-Konferenz von Wells Fargo. Bis belastbare Schlussfolgerungen möglich sind, bleibt Olpasiran allerdings ein Unsicherheitsfaktor.
