PARAMOUNT – Grünes Licht für den 110-Mrd.-USD-Deal
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- Paramount Skydance Corp. - WKN: A412AL - ISIN: US69932A2042 - Kurs: 10,330 $ (Nasdaq)
- Warner Bros Discovery - WKN: A3DJQZ - ISIN: US9344231041 - Kurs: 30,950 $ (Nasdaq)
Der Vollzug ist nach Angaben der Unternehmen für den 6. Oktober vorgesehen. Für Anleger rückt nun die Frage in den Mittelpunkt: Wie viel lässt sich tatsächlich einsparen, wenn zugleich verbindliche Produktions- und Beschäftigungsauflagen einzuhalten sind?
Die zuständige Bundesrichterin Araceli Martínez-Olguín genehmigte am Mittwoch eine am 21. September erzielte Einigung. Die von Kalifornien angeführte Staatengruppe hatte eine der größten Medienübernahmen der Geschichte verhindern wollen. Ihre Sorge: Ein fusionierter Konzern könnte seine Marktmacht nutzen, um die Preise für Film- und Fernsehangebote zu erhöhen.
Die Richterin bezeichnete den Vergleich als "angemessene tatsächliche und rechtliche Lösung". Einwände von Übernahmegegnern, denen die Vereinbarung nicht weit genug ging, überzeugten das Gericht nicht.
Mehr Filme, zusätzliche Ausgaben und Grenzen für die Bündelung
Die Freigabe bringt konkrete Verpflichtungen mit sich. Der kombinierte Konzern muss fünf Jahre lang jährlich mindestens 30 Filme in US-Kinos veröffentlichen und zusätzlich 300 Mio. USD pro Jahr in US-Produktionen investieren. Wird die Filmquote verfehlt, könnte ein Verkauf von Miramax erforderlich werden. Allein die zusätzliche Produktionsverpflichtung summiert sich über den vorgesehenen Zeitraum auf 1,5 Mrd. USD.
Auch beim Vertrieb setzt der Vergleich Grenzen. Für die Basispakete im Kabelfernsehen müssen Vereinbarungen über die Sender der beiden Unternehmen getrennt ausgehandelt werden. Damit wird die Möglichkeit eingeschränkt, das gemeinsame Senderportfolio gebündelt in die Verhandlungen einzubringen. Ein aus Journalisten bestehendes Gremium soll zudem CBS News und CNN beaufsichtigen.
Parallel legten die Unternehmen einen kartellrechtlichen Streit mit der Autorengewerkschaft Writers Guild of America bei. Sie zahlen 17,5 Mio. USD in deren Gesundheitsfonds und verpflichten sich, den Personalbestand bei CBS News im Geltungsbereich der WGA für fünf Jahre aufrechtzuerhalten.
Für die wirtschaftliche Bewertung bedeutet das: Paramount erhält Planungssicherheit, muss einen Teil des künftigen Geschäfts aber unter festen Auflagen führen. Zusätzliche Produktionsausgaben und Beschäftigungszusagen begrenzen den Spielraum für Kostensenkungen in den betroffenen Bereichen.
Der "Barbie“-Manager soll die Integration steuern
Die operative Umsetzung übernimmt künftig ein Manager, der Unterhaltungsgeschäft und Markenverwertung gut kennt. Mattel-Chef Ynon Kreiz wechselt am 5. Oktober zu Paramount und wird mit Abschluss der Übernahme neben Chairman und CEO David Ellison zum Co-CEO. Sein Zuständigkeitsbereich umfasst das Tagesgeschäft und die Integration.
Kreiz führt Mattel seit 2018 und hat die Spielzeugmarken des Unternehmens stärker in Filme, Serien und Spiele überführt. Der sichtbarste Erfolg war "Barbie“, der umsatzstärkste Kinofilm in der Geschichte von Warner Bros. Zuvor war Kreiz unter anderem Mitgründer von Fox Kids Europe, Chef des "Big Brother“-Produzenten Endemol und Leiter des YouTube-Netzwerks Maker Studios, das 2014 an Disney verkauft wurde.
Die Personalentscheidung ergänzt Ellisons stärker kreativ geprägten Hintergrund um Führungserfahrung im Medienbereich. Paramount strebt durch den Zusammenschluss Einsparungen von mehr als 6 Mrd. USD an. Kreiz muss nun dafür sorgen, dass aus diesem Ziel belastbare Ergebnisverbesserungen werden, während gleichzeitig die gesetzlichen Verpflichtungen erfüllt werden.
Fazit: Die gerichtliche Freigabe verbessert gibt Sicherheit, weil sie die monatelange Blockade beendet und die Umsetzung der geplanten Einsparungen ermöglicht. Die Auflagen machen jedoch deutlich, dass Paramount nicht sämtliche Überschneidungen frei abbauen kann. Entscheidend wird deshalb, welche Einsparungen nach zusätzlichen Ausgaben und Integrationskosten tatsächlich im Cashflow ankommen. Die hohe Verschuldung bleibt ein großes Risiko.
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| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. USD | 28,90 | 30,51 | 31,96 |
| Ergebnis je Aktie in USD | 0,52 | 0,54 | 0,85 |
| KGV | 20 | 19 | 12 |
| Dividende je Aktie in USD | 0,20 | 0,20 | 0,20 |
| Dividendenrendite | 1,94% | 1,94% | 1,94% |
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*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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