Analyse
11:30 Uhr, 21.04.2026

ALSTOM - CEO erklärt sich nach Aktiencrash

Der neue Chef von Alstom beginnt seine Amtszeit mit einer ungewöhnlich offenen Diagnose: Nicht der Markt ist das Problem, sondern die eigene Umsetzung.

Trotz eines Rekordauftragsbestands von rund 100 Mrd. EUR und einer anhaltend hohen Nachfrage nach Schienenverkehrslösungen kämpft der Konzern mit operativen Schwächen und vor allem mit enttäuschender Cash-Generierung. Die Alstom-Aktie crashte am Tag der Zahlen mehr als 30 %.

Die Zahlen des Geschäftsjahres 2025/26 wirken auf den ersten Blick solide. Der Umsatz steigt um 4 % auf 19,2 Mrd. EUR, organisch sogar um 7 %. Auch der Auftragseingang erreicht mit 27,6 Mrd. EUR ein hohes Niveau, was einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,4 entspricht. Doch der operative Fortschritt bleibt aus: Die bereinigte EBIT-Marge verharrt bei rund 6 % und liegt damit unter den Erwartungen.

Besonders problematisch ist der Cashflow. Der freie Cashflow beträgt lediglich rund 330 Mio. EUR, angesichts der starken Nachfrage und hoher Anzahlungen aus neuen Aufträgen ein enttäuschender Wert. CFO Bernard-Pierre Delpit räumt ein, dass dies "nicht zufriedenstellend“ sei, zumal das Unternehmen bereits im zweiten Jahr in Folge seine Cash-Ziele nur knapp erreicht.

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