Kommentar
09:40 Uhr, 03.06.2026

Neue KI-Stars gesucht

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE0008469008Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (XETRA)
  • ISIN: US02079K3059Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (Nasdaq)
    VerkaufenKaufen

    Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach. 

    Mehr erfahren Nein, danke

Trump las Netanjahu die Leviten

Am Persischen Golf kehrt keine Ruhe ein: Auch heute früh gab es wieder gegenseitige Angriffe. Der Iran griff amerikanische Basen in Bahrain und Kuwait mit Raketen an, die Amerikaner hatten zuvor iranische Einrichtungen an der Straße von Hormus bombardiert. Der Ölpreis reagierte mit einem Anstieg auf 97 USD pro Barrel, 5 USD über dem Schlussstand vom Freitag. Angeblich sei der Iran bereit, nun auch über sein Atomprogramm zu reden, hieß es gestern von US-Außenminister Rubio. Im Hintergrund dürften die Ver-handlungen weiterlaufen, aber an einen baldigen Durchbruch wagt man kaum noch zu glauben. Zumal israelische Truppen im Libanon weiter vorrücken - trotz Druckes der USA, dies zu stoppen. Medienberichten zufolge hatte US-Präsident Trump seinem Freund Netanjahu mit sehr unbiblischen Worten die Leviten gelesen.

KI-Hausse geht weiter

An der Wall Street setzte sich gestern die Hausse selektiv fort, zumindest soweit das Thema KI im Spiel war. Die Anleger scheinen in immer schnellerem Tempo nach Werten zu suchen, die vom Boom profitieren. Gestern Abend legte Hewlett Packard Enterprise weitere 20 % zu. Der Hersteller von Servern hatte seine Ziele deutlich erhöht, die Aktie war schon in den Vortagen massiv gestiegen. Marvell Technology, ein Designer von Halbleitern, sprang sogar um 32,5 % nach oben. Nvidia-Chef Jensen Huang hatte den Wert auf der KI-Konferenz in Taipeh als den nächsten Billionen-Dollar-Kandidaten bezeichnet. Alphabet kam hingegen unter Druck (-4 %), da der Hyperscaler eine massive Kapitalerhöhung angekündigt hatte. Die Aktie von Apple, die Alphabets Infrastruktur nutzen, stieg im Gegenzug um gut 3 %. Der S&P 500 gewann unterm Strich marginal auf 7.610 Punkte. Kräftiger aufwärts ging es heute früh in Tokio. Der Nikkei-Index liegt aktuell 3 % höher und hat mit 68.750 Punkten die nächste Tausenderschwelle locker übersprungen. Auch hier stehen die Treiber mit KI in Verbindung, namentlich die Halbleiterausrüster Tokyo Electron und Advantest.

Einkaufsmanagerindizes im Blick

Auch die massiv gestiegenen Halbleiterpreise treiben die Inflation, aber der Hauptkanal bleiben die Grundstoffe, getrieben durch den Konflikt am Persischen Golf. Von der EZB erwarten wir auf der nächsten Sitzung eine Leitzinserhöhung. Die gestern veröffentlichten 3,2 % für die EWU-Inflationsrate dürften die Frankfurter Währungshüter hierin bestätigen. Auch aus den USA kommen kritische Signale: Beth Hammack, Chefin des regionalen Fed-Ablegers in Cleveland, ventilierte gestern die mögliche Notwendigkeit von Leitzinsanhebungen, sollten die Störungen durch den Krieg anhalten. In den USA selber sei eine wachsende Polarisierung zwischen Arm und Reich zu beobachten. In der Tat entstehen durch den KI-Boom relativ wenig neue Jobs. Vielleicht hat sie schon den Beige Book genannten Fed-Konjunkturbericht gelesen, der heute Abend europäischer Zeit vorgelegt wird. Neues zum US-Arbeitsmarkt wird am Nachmittag der ADP-Beschäftigungsindikator liefern. Noch wichtiger ist um 16 Uhr der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor (genauer: für das nicht-verarbeitende Gewerbe, auch der Rohstoffsektor gehört dazu). Wir erwarten einen leichten Rückgang auf 53,0 Punkte. Damit bliebe er klar in der Expansionszone, anders als in der EU. Der am Vormittag anstehende Einkaufsmanagerindex für den Euroraum dürfte unter der 50-Punkte-Marke verharren.

Zum PDF-Download


Wichtige Hinweise


Diese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen.

Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt.

Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern.

Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar.

Herausgeber


Landesbank Baden-Württemberg
Am Hauptbahnhof 2
70173 Stuttgart