Eurozone: Inflation beschleunigt sich weiter
Die steigenden Energiepreise befeuern die Inflation in der Eurozone weiter. Reagiert die EZB demnächst mit Zinserhöhungen?
Die steigenden Energiepreise befeuern die Inflation in der Eurozone weiter. Reagiert die EZB demnächst mit Zinserhöhungen?
Wie erwartet bleibt der Leitzins in einer Spanne von 3,50 % bis 3,75 %. Allerdings gab es zum ersten Mal seit Oktober 1992 vier Gegenstimmen gegen die Mehrheitsentscheidung. Auf der Pressekonferenz kündigte Fed-Chef Jerome Powell an, vorübergehend als Mitglied im Verwaltungsrat zu bleiben.
Die US-Notenbank dürfte den Leitzins am Abend unverändert lassen. Für die Märkte wird vor allem entscheidend, was Jerome Powell auf seiner voraussichtlich letzten Pressekonferenz zu den Inflationsrisiken, dem Arbeitsmarkt und seiner eigenen Zukunft sagt.
Der Anstieg der Öl- und Gaspreise hat die Teuerung in Deutschland im April weiter angeheizt, wie vorläufige Inflationsdaten des Statistischen Bundesamts für April zeigen.
Der anhaltende Konflikt mit dem Iran treibt die Sorge vor massiven Teuerungsraten im europäischen Währungsraum. Jüngste Erhebungen signalisieren rapide steigende Inflationserwartungen der Verbraucher.
Der Weg für Kevin Warsh ist frei. Damit ist der Weg für Zinssenkungen aber nicht unbedingt klarer. Warsh könnte gar entgegen Trumps Hoffnungen ein ausgeprägter Falke sein, also für höhere Zinsen stehen.
Von Frieden kann noch keine Rede sein. Ein Abkommen oder gar ein Friedensvertrag ist noch nicht in Sichtweite. Die Situation ist allerdings sehr viel besser als noch vor Kurzem und die USA signalisieren weiterhin, dass sie ein Ende wollen. Dafür gibt es wahrscheinlich einen einfachen Grund.
Die Europäische Zentralbank erweiterte vor Jahren ihr Instrumentarium. Ein Machine-Learning-Modell erfasst Inflationsrisiken in Echtzeit und soll so künftige geldpolitische Beschlüsse besser fundieren.
Politische Börsen haben kurze Beine, so heißt es. Deswegen muss die Politik selbst nicht kurze Beine haben. Am besten zeigt sich das anhand der Inflation, die letztendlich auch auf die Börse wirken wird.
Angesichts des starken Anstiegs der Öl- und Gaspreise infolge des Nahostkriegs hat sich die Teuerung in der Eurozone im März deutlich vom EZB-Ziel von 2 % entfernt. Drohen jetzt Zinserhöhungen?