Keine Zinserhöhung ist keine Option
Die Fed hat ein Problem, auch wenn sie es nicht so deutlich ausspricht. Stattdessen wird von der Option einer Zinsanhebung gesprochen. Das vermittelt den falschen Eindruck. Eine Wahlmöglichkeit hat die Fed nicht.
Die Fed hat ein Problem, auch wenn sie es nicht so deutlich ausspricht. Stattdessen wird von der Option einer Zinsanhebung gesprochen. Das vermittelt den falschen Eindruck. Eine Wahlmöglichkeit hat die Fed nicht.
Der Ölpreis spielt bei den Zinserwartungen keine Rolle mehr. Das kann man optimistisch oder auch pessimistisch interpretieren.
Wer gegen die Fed wettet, verliert. Um nicht gegen die Fed zu wetten, muss man wissen, was sie will. In Zeiten, in denen weniger kommuniziert wird, erscheint auch weniger klar, was "Don’t fight the Fed" bedeutet.
Weitere positive Nachrichten von der US-Inflationsfront: Neben den Verbraucherpreisen haben sich auch die Erzeugerpreise im Juni schwächer entwickelt als erwartet. Baldige Zinserhöhungen werden unwahrscheinlicher und die US-Aktienfutures legen vorbörslich zu.
Die Teuerung in den USA hat sich im Juni deutlich abgeschwächt. Im Monatsvergleich wurde sogar ein deutlicher Preisrückgang verzeichnet. Die US-Futures schießen in einer ersten Reaktion nach oben.
Die US-Notenbank hat am Mittwochabend das Sitzungsprotokoll zum Zinsentscheid vom 17. Juni 2026 veröffentlicht. Die Mitglieder des Offenmarktausschusses sind gespalten in Bezug auf die Richtung künftiger Zinsänderungen, wie das Protokoll zeigt.
Aus Kreisen der EZB-Konferenz im portugiesischen Sintra verlautet, dass eine Verdopplung der Mindestreserve für Geschäftsbanken erwogen wird. Dieser Schritt zielt wohl primär auf die Eindämmung der Zinsausgaben des Eurosystems ab. Eine formelle Entscheidung könnte bis zum Herbst fallen.
Die Inflation in der Eurozone hat sich im Juni stärker abgeschwächt als erwartet, wie vorläufige Daten der Statistikbehörde Eurostat zeigen.
Der Ölpreis ist nicht nur deutlich gefallen, sondern hat auch den Großteil des Preisanstiegs nach Kriegsbeginn wettgemacht. Das sollte die Inflation drücken – sollte.
Im ersten Zinsentscheid unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh bleibt der Leitzins wie erwartet in einer Spanne von 3,50 % bis 3,75 %. Auf der Pressekonferenz betonte der neue Fed-Chef das Bekenntnis zum Ziel der Preisstabilität und kündigte Task Forces zur Überprüfung der Fed-Geldpolitik an.