Analyse
17:03 Uhr, 03.04.2026

Zündschnur Ölpreis: Warum die Zinsbombe erst mit 1 Jahr Verzögerung hochgeht

Ölpreisschocks wirken wie Zeitbomben: Erst Monate nach dem Peak explodieren die US-Renditen. Das dicke Ende kommt erst noch! Erfahre, warum das Zinsplateau trügerisch ist und was die 365-Tage-Marke historisch bedeutet.

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  • ISIN: US4642874329Kopiert
    Kursstand: 86,700 $ (Nasdaq Basic) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • iShares 20 Year Treasury - WKN: 357957 - ISIN: US4642874329 - Kurs: 86,700 $ (Nasdaq Basic)

Die Deutschen Bank hat untersucht, wie sich die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen im Umfeld historischer Ölpreisschocks verhalten. Die Datenbasis umfasst die Krisenjahre 1973, 1979, 1990 und 2022.

Ein Ölpreisschock führt nicht sofort zu einer Explosion der Anleiherenditen. In den ersten 150 Tagen nach dem Schock bleibt die Veränderung moderat und schwankt nahe der Nulllinie. Der massive Anstieg erfolgt erst danach. Historisch gesehen klettert die Rendite 10-jähriger Anleihen ca. ein Jahr nach dem Schock auf einen vorläufigen Höhepunkt von etwa +1.5 bis +2 Prozentpunkten über dem Ausgangsniveau.

Die aktuelle Entwicklung orientiert sich bisher sehr eng am historischen Durchschnitt der Krisen von 1973 bis 2022 verläuft. Wir befinden uns derzeit noch in der frühen Phase, in der die großen Bewegungen laut Statistik erst noch bevorstehen. Das Research warnt, die aktuelle Ruhe bei den Zinsen als Entwarnung zu missverstehen. Die historische Norm ist ein signifikanter Renditeanstieg mit einer Verzögerung von 6 bis 12 Monaten.

Meine Stimme aus dem Off: Eine später einsetzende restriktivere Geldpolitik der EZB und FED steht im Raum. Diese würde schlechtere Finanzierungsbedinungen von Unternehmen und Staaten ... und aber auch von Privatpersonen bedeuten. Durch die Fähigkeit, die Straße von Hormuz zu blockieren, hat der Iran derzeit noch (!) einen Hebel, um die Liquiditätsflüsse in Europa und den USA beeinflussen. Und unter anderem darüber auch den Verlauf der Weltwirtschaft. Über den stark angestiegenen US-Benzinpreis hat er auch Einfluß auf Donald Trumps Zustimmungswerte in der US-Bevölkerung. Trump befindet sich in der schwierigsten Situation, in der er sich jemals als US-Präsident befunden hat ... und die Welt sieht das. Bis dato ist der Krieg nicht gewonnen. Solange der Iran die Straße von Hormuz blockieren kann, hat er Trump an den Eiern und das weiß der auch. Er sucht nach Möglichkeiten, um aus dem Schlamassel rauszukommen, das geht im vorliegenden Fall aber nicht. 2025 führte er Handelskriege u.a. auch und gerade gegen Verbündete. Die konnte er schnell de-eskalieren, wenn er merkte, dass es brenzlig wird. Bei dem Irankrieg läuft hingegen eine Uhr mit, ab 6 Wochen Hormuzblockade entstehen enorme wirtschaftliche Schäden weltweit. Auch in den USA, obwohl sie bei Öl- und Gas weitgehend Selbstversorger sind. Trump hätte Hormuz jetzt gerne offen, aber ... aber der Iran macht ihm den Gefallen nicht. Trump wird an dem Einsatz von Bodentruppen nicht vorbei kommen.

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