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10:05 Uhr, 25.07.2026

Weekend-Flash: Ölpreis springt über 100 Dollar – DAX übersteht den Sturm

Krise am Persischen Golf treibt Brent zeitweise über 100 Dollar, doch starke PMI-Daten und Airbus-Zahlen halten den DAX mit 1,00 Prozent im Plus.

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Die Eskalation am Persischen Golf trieb den Ölpreis erstmals seit Monaten über die 100-Dollar-Marke, während eine starke Earnings-Saison die Märkte stützte. Der DAX beendete die Woche mit einem moderaten Plus, US-Technologiewerte gerieten hingegen unter Druck.

Wochenrückblick

Das dominierende Thema der Woche war die Eskalation am Persischen Golf. Huthi-Angriffe, US-Luftschläge gegen iranische Ziele und die Spannungen an der Straße von Hormus trieben Brent am Donnerstag erstmals seit zwei Monaten über die 100-USD-Marke, bevor neue Zollmaßnahmen der Trump-Regierung gegen 60 Handelspartner den Preis am Freitag wieder unter diese Schwelle drückten. Auf Wochensicht blieb Brent mit einem Plus von 9,85 % auf 96,78 USD der mit Abstand auffälligste Mover unter den Basiswerten.

Gold folgte dem Eskalationsmuster nicht geradlinig: Der Preis stieg zeitweise deutlich, gab am Donnerstag nach und schloss die Woche letztlich mit einem Plus von 1,29 % auf 4.070,80 USD je Feinunze. Bitcoin beendete die Woche nahezu unverändert bei 64.083,32 USD (+0,30 %), obwohl der Kryptomarkt zwischenzeitlich von Abflüssen aus Bitcoin-Spot-ETFs und erhöhtem Verkaufsdruck belastet wurde. Der EUR/USD gab auf Wochensicht 0,59 % nach und schloss bei 1,14, gedrückt vom gestiegenen Ölpreis, dem starken Dollar und der EZB-Entscheidung vom Donnerstag, die Leitzinsen unverändert bei 2,4 % zu belassen.

Die Konjunkturdaten lieferten zum Wochenende hin eine positive Überraschung: Der US-Composite-PMI stieg im Juli auf 53,6, deutlich über der Erwartung von 52,3, und auch der Eurozone-Composite-PMI übertraf mit 51,9 die Schätzung von 50,3 klar. In Deutschland fiel der Composite-PMI mit 51,2 ebenfalls besser aus als erwartet (49,8), auch der deutsche Manufacturing PMI lag mit 52,2 ebenfalls besser als erwartet. Diese Daten stützten am Freitag den DAX, der die Woche mit einem Plus von 1,00 % auf 25.076,60 Punkte abschloss.

Der Gegenwind kam aus dem Technologiesektor, wo Alphabet nach einer drastischen Anhebung der KI-Kapitalausgaben auf 195 bis 205 Mrd. USD für 2026 an einem Tag um 7,4 % einbrach und damit den Nasdaq 100 belastete. Der techlastige Index verlor auf Wochensicht 1,62 % auf 28.128,34 Punkte, während der S&P 500 mit -0,61 % auf 7.411,98 Punkte und der Dow Jones mit -0,38 % auf 51.947,25 Punkte verhaltener ins Minus gingen. Die eingetrübten Margenperspektiven für die großen KI-Investoren belasteten damit die Technologie-Seite der Wall Street.

Europa

Tops & Flops Europa — Wochensicht (L&S)

Wert Woche
TRATON +11,37 %
ATOSS Software +9,54 %
DEUTZ +9,34 %
Sartorius AG Vz. -9,63 %
SMA Solar Technology -7,60 %
Auto1 Group -6,11 %

Der klare Wochengewinner in Europa war TRATON: Der Nutzfahrzeughersteller legte auf Wochensicht 11,37 % zu, nachdem er den Jahresausblick für Absatz und Umsatz auf eine Spanne von 0 bis +7 % angehoben und damit das bislang mögliche Minus aus der Planung gestrichen hatte. Ähnlich stark zeigte sich ATOSS Software (Aktuelle Analyse) mit einem Wochenplus von 9,54 %, gestützt von Rekordzahlen im zweiten Quartal mit einem Umsatzanstieg von 13 % auf 51,8 Mio. EUR und einer EBIT-Marge von 35 %.

Airbus lieferte gleich zu Wochenbeginn den nächsten positiven Impuls: Der Konzern stellte für 2029 ein bereinigtes EBIT von 12 bis 13 Mrd. EUR in Aussicht und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Mrd. EUR an, was Analysten zu Kurszielerhöhungen und die LBBW zur Hochstufung auf Buy veranlasste. Im Windschatten profitierte auch GEA Group von einer übertroffenen Quartalsprognose und einer angehobenen Jahresführung.

Auf der anderen Seite stand Sartorius (Aktuelle Analyse) mit einem Wochenminus von 9,63 % als klarer Verlierer. Zwar bestätigte der Laborausrüster seine Jahresziele, doch ein Umsatz im ersten Halbjahr leicht unter den Erwartungen und der Hinweis, die Ziele nur in der Mitte der anvisierten Spanne erreichen zu wollen, enttäuschten den Markt. Belastet wurde der Bioprocessing-Sektor zusätzlich von schwachen Zahlen des US-Konzerns Danaher, was auch Qiagen und Merck KGaA unter Druck brachte. Im Halbleitersektor sorgte ein enttäuschender Ausblick von STMicroelectronics für das dritte Quartal für Gegenwind bei Infineon Technologies. SAP (Aktuelle Analyse) dagegen sorgte am Freitag nachbörslich für positive Stimmung im gesamten Software-Sektor, nachdem die Q2-Zahlen die Erwartungen übertrafen und der Current Cloud Backlog überzeugte.

USA

Tops & Flops USA — Wochensicht (L&S)

Wert Woche
Super Micro Computer +24,48 %
Westinghouse Air Br. Tech.Corp Registered Shares DL -,01 +15,42 %
Lockheed Martin +14,51 %
Tesla -17,81 %
Rollins -14,52 %
Moderna -12,54 %

Die Earnings-Saison präsentierte sich in dieser Woche zweigeteilt. Auf der Gewinnerseite dominierte Super Micro Computer mit einem Wochenplus von 24,48 %, nachdem das Unternehmen die Q4-Bruttomargenprognose auf 15 bis 17 % von zuvor 8,2 bis 8,4 % kräftig angehoben und einen Rekordauftragsbestand von über 60 Mrd. USD gemeldet hatte. Ebenfalls stark zogen Lockheed Martin (+14,51 % auf Wochensicht) nach einem Rekordauftragsbestand von 230 Mrd. USD und übertroffenen Q2-Zahlen sowie Westinghouse Air Brake Technology (+15,42 %) an, die Umsatz und bereinigtes EPS übertrafen und den Jahresausblick anhoben.

Das prägende Negativereignis war Tesla mit einem Wocheneinbruch von 17,81 %. Das Unternehmen verfehlte die EPS-Erwartungen deutlich, da höhere KI- und Infrastrukturausgaben die Profitabilität belasteten; negativer Free Cashflow und ein Margenkollaps verstärkten den Abgabedruck. Ähnlich schwer traf es Rollins (-14,52 % auf Wochensicht): Nach enttäuschenden Q2-Zahlen stufte BofA Securities die Aktie von Buy auf Underperform ab und halbierte das Kursziel auf 35 USD.

Im KI-Infrastruktursegment dominierten milliardenschwere Commitments die Schlagzeilen: AMD (Aktuelle Analyse) unterzeichnete mit Anthropic einen Multi-Gigawatt-Deal über mehrere zehn Mrd. USD für MI450-Systeme und investiert zusätzlich bis zu 5 Mrd. USD direkt in das KI-Unternehmen, während OpenAI seine Rechenausgaben-Prognose bis 2030 auf rund 750 Mrd. USD anhob. American Express (Aktuelle Analyse) übertraf beim verwässerten EPS die Erwartungen, verfehlte beim Umsatz jedoch leicht und schloss die Woche schwächer. Verizon (Aktuelle Analyse) hingegen meldete ein Rekord-EBITDA von 13,7 Mrd. USD im zweiten Quartal und hob die bereinigte EPS-Prognose zum zweiten Mal in Folge an. Schlumberger (Aktuelle Analyse) übertraf ebenfalls Umsatz- und EPS-Konsens, wobei das Digital- und Datencenter-Geschäft besonders stark wuchs.

Ausblick auf die neue Woche

Die neue Woche wird von Notenbank-Entscheidungen und erstklassigen Makrodaten geprägt. Im Mittelpunkt steht am Mittwoch der Fed-Zinsentscheid, bei dem der Markt eine unveränderte Rate von 3,75 % erwartet. Am Donnerstag folgt das US-BIP für das zweite Quartal mit einer Wachstumserwartung von 2,3 % auf Quartalsbasis, begleitet vom Eurozone-BIP für das zweite Quartal (Erwartung: +0,2 % zum Vorquartal). Den Abschluss bildet am Freitag die Bank of Japan, die sowohl ihren Zinsentscheid (Erwartung: 1,0 %) als auch den quartärlichen Outlook Report veröffentlicht.

Auf der Unternehmensseite verdichtet sich die Earnings-Saison weiter. Am Dienstag legt Visa Zahlen vor, am Mittwoch folgt das Mega-Trio Microsoft, Meta Platforms und Lam Research. Der Donnerstag bringt mit Apple und Amazon die nächsten Schwergewichte, ergänzt durch Mastercard. Zum Wochenende hin berichten am Freitag noch ExxonMobil, AbbVie und Chevron. Die erhöhten KI-Ausgabenpläne von Alphabet dürften als Referenzpunkt dienen, wenn Microsoft und Meta ihre eigenen Investitionsausblicke kommunizieren.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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