Evening-Flash: Ölpreis zieht an – Rüstungswerte drücken den DAX
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Ein überraschend starkes Ifo-Geschäftsklima und verdoppelte Wachstumsprognosen für Deutschland reichen nicht, um den Markt zu tragen: Eskalierende Nahost-Risiken treiben den Ölpreis kräftig nach oben, Rüstungswerte geben breit nach. Der DAX schloss am Donnerstag 0,38 % tiefer bei 25.266,53 Punkten.
Marktbericht
Der DAX schloss am Donnerstag 0,38 % schwächer bei 25.266,53 Punkten. Die guten Konjunkturnachrichten, das ifo-Geschäftsklima stieg zum fünften Mal in Folge auf den höchsten Stand seit über drei Jahren, konnten die Belastung durch stark steigende Ölpreise und die deutlichen Kursverluste bei Rüstungs- und Tech-Werten nicht ausgleichen.
In den USA notiert der S&P 500 bei 7.686,85 Punkten und damit 0,25 % unter dem Vortagesschluss von 7.706,03 Zählern. Der Nasdaq 100 steht bei 30.325,54 Punkten und verliert 0,48 %, nach 30.470,29 Punkten am Vorabend.
Am Rohstoffmarkt dominiert der Ölpreis: Brent zieht um 3,71 % auf 106,90 USD an. Ausbleibende Fortschritte bei den US-Iran-Gesprächen über die Straße von Hormus, Huthi-Raketenangriffe auf saudische Ölanlagen und Drohnenangriffe auf russische Raffinerien treiben die Risikoprämie; Goldman Sachs hebt die Brent-Prognose für Dezember auf 85 USD an. Die stark steigenden Ölpreise belasten neben den Rüstungswerten auch den DAX insgesamt.
Gold gibt 0,60 % auf 4.292,40 USD nach. EUR/USD notiert 0,12 % tiefer bei 1,14, da Erwartungen weiterer Fed-Zinsschritte den Dollar stützen und der Effekt des starken Ifo-Index nur kurz trägt. Bitcoin hält sich bei 84.460,99 USD mit einem Plus von 0,11 %; nach der vorangegangenen Rally steht laut Marktbeobachtern ein erster größerer Stresstest an, größere Gewinnmitnahmen bleiben bislang aber aus. Personell sorgt der vorzeitige Rücktritt von EZB-Direktorin Isabel Schnabel zum 4. Januar 2027 und ihr Wechsel zum IWF für Aufmerksamkeit.
Europa
Tops & Flops Europa (L&S)
| Wert | Tag |
|---|---|
| Sartorius AG Vz. | +4,03 % |
| Beiersdorf | +2,79 % |
| IONOS Group | +2,70 % |
| Schaeffler | -6,03 % |
| Nordex | -5,55 % |
| HENSOLDT AG Inhaber-Aktien o.N. | -4,77 % |
Im Zentrum steht die Schwäche der Rüstungswerte. Hensoldt verliert nach Marktdaten 4,8 %, Rheinmetall 3,3 %, auch Renk gibt nach. Der Sektor gibt breit nach, belastet durch anhaltende Unsicherheit über Geopolitik, den Aufrüstungskurs der Regierungen und ein von hohen Ölpreisen geprägtes Marktumfeld.
Unter Druck steht auch Scout24 mit einem Minus von 3,2 %: Bank of America und JPMorgan warnen im Zuge von Metas KI-Plattform Muse vor Risiken für den Kleinanzeigen-Sektor und hohem Investitionsbedarf. Bei Verbio (Aktuelle Analyse) liegt der Ausblick für 2026/27 mit einem EBITDA von 210 bis 250 Mio. EUR laut Jefferies rund 7 % unter den Analystenschätzungen, die Aktie gibt nach.
Freundlicher zeigen sich Henkel: Starke Zahlen des US-Wettbewerbers H.B. Fuller mit besseren Preisen und höherer Bruttomarge lassen UBS positive Rückschlüsse auf die gesamte Branche ziehen. H&M (Aktuelle Analyse) steht dagegen trotz gestiegenem operativem Gewinn unter Druck, weil Citigroup und Barclays den schwachen Umsatz und den Geschäftsmix kritisch sehen.
USA
Tops & Flops USA (L&S)
| Wert | Tag |
|---|---|
| Everpure | +18,29 % |
| Nebius Group | +7,04 % |
| Charles River Labs Intl | +6,29 % |
| First Solar | -11,36 % |
| MGM Resorts International | -9,93 % |
| Gen Digital | -8,09 % |
Bei den vorbörslichen Zahlen verfehlt Darden Restaurants (Aktuelle Analyse) mit 3,20 Mrd. USD Umsatz knapp den Konsens, trifft beim verwässerten EPS von 2,05 USD die Erwartungen und bestätigt die Jahresprognose; BlackBerry übertrifft mit 0,07 USD je Aktie und 163,3 Mio. USD Umsatz die Schätzungen deutlich und hebt den Jahresausblick an.
Die auffälligste Bewegung liefert GoDaddy mit einem Plus von 3,2 %, nachdem die Financial Times über ein Übernahmeangebot von Gen Digital berichtet; im Sog der Spekulation legt auch Wettbewerber Wix.com deutlich zu. CoreWeave rückt nach der Hochstufung von JPMorgan auf Overweight in den Fokus, das Kursziel steigt wegen günstigem Preisumfeld für Rechenleistung und steigender Margen auf 125 USD.
Im Technologiesektor fällt Oracle um 2,8 %, nachdem der Konzern wegen eines geplanten Rechenzentrums in New Mexico eine Force-Majeure-Mitteilung verschickt hat. Meta Platforms (Aktuelle Analyse) stellt das Gerät „Muse Charm" vor, Tigress Financial hebt das Kursziel von 945 auf 995 USD an und verweist auf die neuen KI-Anwendungen. Starbucks schließt 250 unterdurchschnittliche Filialen in Nordamerika, rund 1 % der Standorte, verbucht dafür Restrukturierungskosten von etwa 300 Mio. USD und senkt das Ziel für Netto-Neueröffnungen im Geschäftsjahr 2026 von 600 bis 650 auf 440.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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