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22:52 Uhr, 30.09.2004

Wall Street von Merck-Warnung belastet

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Der Standardwerte-Index Dow Jones hatte am Donnerstag eine Reihe von Belastungsfaktoren zu verarbeiten. Neben einem weiterhin sehr hohen Ölpreis drückte auf den Gesamtmarkt vor allem der Absturz der Aktie des Pharmakonzerns Merck & Co. Der Dow Jones schloss nach einer durchgehenden Schwächetendenz mit einem Minus von 0,55 Prozent auf 10,080,27 Punkten, was rund 40 Punkte über dem Tagestief von 10.039 Zählern liegt. Da sich die Technologiewerte von Merck`s Hiobsbotschaft relativ gelassen zeigten, konnte die Hightechbörse NASDAQ mit einem leichten Plus von 0,15 Prozent auf 1.896,84 Punkten aus dem Handel gehen. Der S&P500 schloss kaum verändert mit einem geringen Minus von 0,02 Prozent auf 1.114,58 Punkte.

Die am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturdaten gaben ein gemischtes Bild von sich. Der Einkaufsmanager-Index für Chicago konnte mit einem Anstieg von 57,3 Punkten im August auf 61,3 Punkten im September die Erwartungen der Volkswirte von 60 Zählern übertreffen. Dagegen fielen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit einem kräftigen Anstieg um 18.000 auf 369.000 deutlich höher als erwartet aus, was auf einen flauen Arbeitsmarkt schließen lässt. Die persönlichen Ausgaben sind auf dem unveränderten Niveau des Vormonats verharrt. Hier gingen die Experten von einem leichten Anstieg aus. Die persönlichen Einkommen sind erwartungsgemäß um 0,4 Prozent gestiegen.

Nach Ansicht von Marktstratege Joe Liro von Stone & McCarthy Research Associates ist das nun zu Ende gegangene Quartal schmerzlich verlaufen. Der Technologie-Index NASDAQ habe mehr als 7 Prozent verloren und die schwächste Quartalsperformance seit dem dritten Quartal 2002 hingelegt. Faktum sei jedoch, dass die Wachstumserwartungen nur relativ gering nach unten revidiert worden sind. Für die ersten Oktoberwochen würde daher Potential für fundamentale Überraschungen nach oben vorhanden sein, wodurch der Grundstein für eine Rally im vierten Quartal gelegt werden könnte.

Merck & Co teilte mit, dass aufgrund der sofortigen Rücknahme des Arthritis- und Schmerzmittel Vioxx vom Markt, in 2004 das Ergebnis um 50-60 Cents je Aktie unter den ursprünglichen Prognosen liegen wird. Der Rückruf des Präbarats sei wegen erhöhter Risiken für Herz-und Blutkreislauf sowie möglicher Gefäßschäden erfolgt. Die Aktien von Merck & Co brachen infolge der Hiobsbotschaft um 26,78 Prozent auf $33 ein.

Die Aktien des Konkurrenten Pfizer konnten sich dagegen um 1,39 Prozent auf $30,60 erhöhen. Nach Ansicht von Analysten eröffne der Rückzug von Vioxx eine gute Gelegenheit für Pfizers Konkurrenzprodukt Celebrex.

Die am Vortag nach US-Börsenschluss veröffentlichten Quartalszahlen durch den Speicherchipriesen Micron Technology wiesen ein schwächer als erwartetes Ergebnis aus. Zwar wurde nach einem Verlust von 20 Cents je Aktie im Vorjahr, ein Gewinn von 14 Cents je Aktie erreicht, die Schätzungen der Analysten waren jedoch bei einem Gewinn von 20 Cents je Aktie angesiedelt. Der Umsatz ist um 34 Prozent auf $1,19 Mrd gestiegen. Die Aktien verloren 0,57 Prozent auf $12,03.

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