Analyse

US Indizes - Goldilocks

Ein guter Arbeitsmarktbericht, der von einem soliden Stellenaufbau bei relativ moderatem Lohndruck zeugt und eine positive Entwicklung im Handelsstreit sorgen für den guten Abschluss einer erfreulichen Woche.

Erwähnte Instrumente

  • S&P 500 - WKN: A0AET0 - ISIN: US78378X1072 - Kurs: 2.893,17 Pkt (Commerzbank CFD)
  • Nasdaq-100 - WKN: A0AE1X - ISIN: US6311011026 - Kurs: 7.580,18 Pkt (Commerzbank CFD)
  • Dow Jones - WKN: 969420 - ISIN: US2605661048 - Kurs: 26.429,13 Pkt (Commerzbank CFD)
  • WTI Öl - WKN: 792451 - ISIN: XC0007924514 - Kurs: 63,295 $/Barrel (Commerzbank CFD)

Ein solider Employment Report mit Goldilock-Features (Jobaufbau Ja, Inflation Nein) und die positive Entwicklung der Handelsgespräche USA/China (Xi: Konnten neuen Konsens erzielen) haben den US-Aktienmarkt heute auf ein neues Jahreshochs geschickt.

Die Schlussstände: S&P 500 +0,46 % auf 2.892,74 Punkte. Dow Jones +0,15 % auf 26424,99 Punkte. Nasdaq 100 +0,51 % auf 7.578,84 Punkte.

US-Indizes-Goldilocks-Chartanalyse-Simon-Hauser-GodmodeTrader.de-1

Wie zu erwarten war, normalisierten sich die Nonfarm Payrolls im März wieder sehr deutlich und stiegen um 196.000 an, wobei gleichzeitig auch die Vormonatswert um 13.000 nach oben korrigiert wurde.

Der im letzten Monat sehr schwache Construction-Sektor (-25.000) drehte wieder deutlich ins Plus (16.000), der Healthcare-Komplex verzeichnete 61.200 neue Stellen und war damit der am besten performende Bereich des Arbeitsmarktes.

Erfreulich an der Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne ist weiterhin, dass einfache Arbeiter weiter zu den Gewinnern des Aufwärtstrend gehörden und im Vergleich zum Vorjahr 3,3 Prozent mehr einstreichen konnten.

Aufmerksam sollte hingegen die Situation in verarbeitenden Gewerbe beobachtet werden, wo erstmals seit über anderthalb Jahren Stellen abgebaut wurden (-6.000).

Insgesamt waren die Daten der abgelaufenen Woche sehr stark und der Nowcast-Tracker (Q2) der New York Fed stieg dynamisch von 1,62 auf 1,95 Prozent an. Vor allem der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe, aber auch der heute veröffentlichte Datenpunkt sorgten für Auftrieb. Das GDPNow-Modell der Atlanta Fed liegt Stand 2. April bei 2,1 Prozent. “All else equal” dürfte sich die US-Wirtschaft im laufenden Vierteljahr deutlich beschleunigen.

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4 / 6 Kommentare

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  • Kasnapoff
    Kasnapoff

    Herr Hauser?

    12:03 Uhr, 06.04.2019
    1 Antwort anzeigen
  • Kasnapoff
    Kasnapoff

    Ich muß leider ein bisserl Wasser in Wein gießen Herr Hauser :-)

    Die Schlagzeile sieht in der Tat zunächst recht gut aus. Doch steigt man tiefer in den Bericht ein, relativiert sich der gute erste Eindruck deutlich. Es sind vor allem viele McJobs und Jobs im Pflegebereich entstanden. Teilzeitjobs sind um 60000 gestiegen und Vollzeitjobs um 190000 gefallen, außerdem ist die Partizipation-Rate wieder rückläufig. Unterm Strich ist der Bericht nicht wirklich gut. Aber was für die Mainstream-Medien i.d.R. zählt ist eben die verführerisch positive Überschrift. Ähnlich war es heute Morgen mit der Meldung der deutschen Industrieproduktion mit +0,7% zum Vormonat, großer Jubel! Nicht oder nur in einem Nebensatz erwähnt ,wurde die wesentliche wichtigere Tatsache , das im Vergleich zum Vorjahresmonat ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war.

    Im Trend sind die Wirtschaftsdaten der USA und auch aller anderen Industriestaaten seit vielen Monaten rückläufig und der recht schlaue Anleihemarkt geht mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Rezession aus. Der Aktienmarkt sieht nur eine Delle und dann den großen Aufschwung, wer liegt nun falsch? Zieht man die harten Fakten in der Frachtschifffahrt zu Rate, oder betrachtet den Baltic Dry Index dann kann man leicht zu dem Schluß gelangen, das die Aktienmärkte falsch liegen. Lassen wir uns überraschen. Schönes WE.

    23:47 Uhr, 05.04.2019
  • Simon Hauser
    Simon Hauser Redakteur

    Panderan?

    22:20 Uhr, 05.04.2019
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Über den Experten

Simon Hauser
Simon Hauser
Redakteur

Simon Hauser hält für Guidants News die Stellung in North Carolina und sendet aus sicherer Entfernung zur Wall Street Echtzeitnachrichten in die Welt. Leider spielen die Kennzahlen der Wirtschaftsteilnehmer oft nur eine untergeordnete Rolle und werden dominiert von einem hysterischen Medienzirkus, punktundkommalosem Zentralbank-Blubber, und mysteriösen Algo-Kreaturen. Simon Hauser hat über die Jahre als aktiver Börsenteilnehmer ein krudes Interesse für diese Dinge, welche in einer perfekten Welt eigentlich keine Rolle spielen sollten entwickelt, und versucht (mit wechselndem Erfolg) zu ergründen was die Kurse wirklich treibt.

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