Kommentar
14:42 Uhr, 13.05.2026

US-Erzeugerpreise steigen dramatisch

Schlechte Nachrichten von der US-Inflationsfront: Die Erzeugerpreise sind im April deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die US-Aktienfutures geben vorbörslich nach.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: US2605661048Kopiert
    Kursstand: 49.760,56 Pkt (NYSE) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Dow Jones - WKN: 969420 - ISIN: US2605661048 - Kurs: 49.760,56 Pkt (NYSE)

Die US-Erzeugerpreise sind im April um 1,4 % gegenüber dem Vormonat gestiegen, wie die Statistikbehörde BLS am Mittwoch mitgeteilt hat. Erwartet wurde nur ein Anstieg um 0,5 %, nach einem Plus von revidiert 0,7 % (zunächst 0,5 %) im März.

In der sogenannten Kernrate, ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel, wurde im Monatsvergleich ein Anstieg um 1,0 % verzeichnet, während die Volkswirte der Banken nur mit einem Plus von 0,3 % gerechnet hatten, nach einem Anstieg um revidiert 0,2 % (zunächst 0,1 %) im März.


stock3 Select 3 Experten-Depots

Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Erzeugerpreise im April um 6,0 % höher. Erwartet wurde eine Jahresveränderungsrate von 4,9 %, nach revidiert 4,3 % (zunächst 4,0 %) im März. Die Kernrate betrug 5,2 %, während 4,3 % erwartet wurden.

Die US-Verbraucherpreisinflation hat sich im April etwas stärker beschleunigt als erwartet, wie die bereits am Dienstag veröffentlichten Daten gezeigt haben.

Die Erzeugerpreise gelten als vorlaufender Indikator für die Inflation und laufen den Verbraucherpreisen in normalen Zeiten um mehrere Monate voraus, auch wenn Preisänderungen auf der Erzeugerpreisebene nicht immer eins zu eins an die Verbraucher weitergegeben werden.

Marktreaktionen/Fazit: Der Iran-Krieg lässt die Erzeugerpreise in den USA kräftig steigen. Das sind schlechte Nachrichten für die Entwicklung der Verbraucherpreise in den kommenden Monaten. Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed in den kommenden Monaten rücken wahrscheinlich in weitere Ferne. Die US-Aktienfutures korrigieren vorbörslich in einer ersten Reaktion deutlich.

Für alle in Easy Euwax gelisteten Anlage- und Hebelprodukte entfallen, unabhängig von der Depotbank – die börslichen Transaktionsentgelte. Bei ausgewählten Instituten entfällt das Orderentgelt komplett.

Einfach Börse Stuttgart als Handelsplatz auswählen und alle Vorteile des börslichen Handels zum Nulltarif genießen.

Jetzt informieren!

Passende Produkte

WKN Long/Short KO Hebel Laufzeit Bid Ask
Keine Ergebnisse gefunden
Zur Produktsuche

2 Kommentare

Du willst kommentieren?

Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.

  • für freie Beiträge: beliebiges Abonnement von stock3
  • für stock3 Plus-Beiträge: stock3 Plus-Abonnement
Zum Store Jetzt einloggen
  • masi123
    masi123

    Die massive API (gigantische Ausweitung der Geldmenge seit der Finanzkrise!) der letzten 15 Jahre transformiert verstärkt und unaufhaltsam in die CPI. Auslöser bzw. vordergründige Begründung dafür sind die gestiegenen Ölpreise, demnächst die massiv steigenden Hardwarepreise (z. B. Speicherchips), die steigenden Strompreise (z. B. wegen KI-Rechenzentren) und vermehrt die Zweitrundeneffekte aufgrund steigender Dienstleistungen (z. B. Versicherungen) und die getriggerte Preis-Lohn-Spirale. Hinzu kommen natürlich die statistisch untererfassten massiven Erhöhungen bei den Mieten aufgrund der explodierten Immobilienpreise (API). Die Inflation wird bleiben und sich verstärken (weitere massiv steigende Staatsverschuldung), allenfalls statistisch kommt es zu temporären Beruhigungen bei der CPI.

    17:12 Uhr, 13.05.
  • Bunnymen
    Bunnymen

    Der Silberpreis schiebt sich seit Tagen nach oben, vermutlich ein guter Indikator für stärkere Inflationsdaten in den kommenden 1 bis 2 Jahren.

    Fresnillo & Co. scheinen mitzuziehen.

    16:53 Uhr, 13.05.