Kommentar
13:45 Uhr, 18.03.2026

US-Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet

Keine guten Nachrichten von der Inflationsfront: Die US-Erzeugerpreise haben im Februar deutlich stärker zugelegt als erwartet.

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Die US-Erzeugerpreise sind im Februar um 0,7 % gegenüber dem Vormonat gestiegen, wie die Statistikbehörde BLS am Mittwoch mitgeteilt hat. Erwartet wurde nur ein Anstieg um 0,3 %, nach einem Plus von 0,5 % im Vormonat.

In der sogenannten Kernrate, ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel, wurde im Monatsvergleich ein Anstieg um 0,5 % verzeichnet, während auch hier ein Anstieg um 0,3 % erwartet worden war, nach einem Plus von 0,5 % im Januar.


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Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Erzeugerpreise im Februar um 3,4 % höher, hier war eine konstante Jahresveränderungsrate von 2,9 % erwartet worden. In der Kernrate wurde sogar ein Anstieg im Vorjahresvergleich von 3,9 % verzeichnet, gegenüber einer Prognose von 3,7 % und einem leicht abwärts revidierten Januar-Wert von 3,5 %.

Die Erzeugerpreise gelten als vorlaufender Indikator für die Inflation und laufen den Verbraucherpreisen in normalen Zeiten um mehrere Monate voraus, wobei allerdings Preisänderungen auf der Erzeugerpreisebene nicht immer eins zu eins an die Verbraucher weitergegeben werden.

Marktreaktionen/Fazit: Der stärkere Anstieg der US-Erzeugerpreise dürfte die Erwartung bestätigen, dass Zinssenkungen in den USA nicht mehr anstehen dürften und eher wieder Zinserhöhungen in den Bereich des Möglichen rücken, vor allem weil der Iran-Krieg die Teuerung wieder anheizen dürfte. Der Iran-Krieg begann am 28. Februar 2026 und dürfte die Erzeugerpreisdaten für Februar so gut wie nicht beeinflusst haben. Die Daten bestätigen damit, dass der Inflationsdruck auch ohne den Iran-Effekt über dem 2%-Ziel der Fed bleiben dürfte. Die US-Aktienfutures und der Goldpreis tendierten in einer ersten Reaktion auf die Daten schwächer.

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