Futures schießen hoch: US-Arbeitsmarkt schwächelt im Juni!
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Erwähnte Instrumente
- S&P 500 - WKN: A0AET0 - ISIN: US78378X1072 - Kurs: 7.483,23 Pkt (Cboe)
- Nasdaq-100 - WKN: A0AE1X - ISIN: US6311011026 - Kurs: 29.809,13 Pkt (Nasdaq)
- Dow Jones - WKN: 969420 - ISIN: US2605661048 - Kurs: 52.305,24 Pkt (NYSE)
Auf dem US-Arbeitsmarkt wurden außerhalb der Landwirtschaft im Juni netto und saisonbereinigt 57.000 neue Stellen geschaffen, wie das Bureau of Labor Statistics (BLS) am Donnerstag mitgeteilt hat. Erwartet wurde hingegen ein deutlich stärkerer Stellenaufbau um 114.000 Stellen.
Schwächer als zunächst gemeldet entwickelte sich der US-Arbeitsmarkt zudem in den beiden Vormonaten: Im Mai wurden nach revidierten Angaben nur 129.000 statt 172.000 Stellen und im April 148.000 statt 179.000 Stellen geschaffen. Insgesamt wurde die Zahl der neu geschaffenen Stellen in den beiden Vormonaten damit um 74.000 nach unten revidiert.
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Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sank von 4,3 % im Mai auf 4,2 % im Juni. Die Arbeitslosenquote findet an den Finanzmärkten normalerweise weniger Beachtung als die Zahl der neu geschaffenen Stellen.
Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten im Mai wie erwartet um 0,3 % gegenüber dem Vormonat zu, nach einem Plus von ebenfalls 0,3 % im Vormonat.
Die Participation Rate, die angibt, welcher Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter beschäftigt ist oder einen Arbeitsplatz sucht, sank von 61,8 % auf 61,5 %.
Die monatlichen US-Arbeitsmarktdaten wurdes dieses Mal ausnahmsweise bereits am Donnerstag veröffentlicht. Am Freitag wird in den USA der Unabhängigkeitstag gefeiert, der zwar eigentlich auf den Samstag fällt, deshalb aber um einen Tag vorgezogen wird.
Zeitgleich mit den monatlichen Arbeitsmarktdaten wurden auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. In der vergangenen Woche wurden 215.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verzeichnet, nach revidiert 216.000 (zunächst: 215.000) in der Vorwoche.
Fazit: Der US-Arbeitsmarkt schwächelt. Im Juni lag die Zahl der neu geschaffenen Stellen deutlich unter den Erwartungen, außerdem wurden die starken Zahlen der Vormonate nach unten revidiert. Dies verringert die Chance etwas, dass die US-Notenbank die Zinsen in Kürze anhebt und dies ist auch der Grund, warum die US-Aktienfutures vorbörslich nach oben schießen. Die Zinserhöhungsängste, die durch Fed-Chef Kevin Warsh auch gestern nicht ausgeräumt wurden, werden durch die Daten zumindest etwas abgemildert.

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