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14:42 Uhr, 07.08.2026

Futures schießen hoch: US-Arbeitsmarkt verliert Stellen!

Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Juli überraschend schwach entwickelt. Statt eines Stellenaufbaus um 85.000 Arbeitsplätze gingen überraschend 23.000 Stellen verloren. Die Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen durch die US-Notenbank sinkt deutlich, die US-Futures schießen hoch.

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    Kursstand: 7.483,23 Pkt (Cboe) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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Auf dem US-Arbeitsmarkt sind außerhalb der Landwirtschaft im Juli netto und saisonbereinigt überraschend 23.000 Stellen verloren gegangen, wie das Bureau of Labor Statistics (BLS) am Freitag mitgeteilt hat. Erwartet wurde hingegen ein Stellenaufbau um 85.000 Stellen.

Auch der Vormonat entwickelte sich schwächer als bislang gemeldet. Die Zahl der im Juni neu geschaffenen Stellen wurde von zuvor gemeldeten 57.000 auf nur noch 20.000 Stellen nach unten revidiert. Bereits bei der Veröffentlichung der Juni-Daten waren die beiden vorangegangenen Monate um insgesamt 74.000 Stellen nach unten korrigiert worden. Der Stellenaufbau im Mai wurde mit den heute gemeldeten Zahlen von 129.000 auf 63.000 Stellen nach unten revidiert. Insgesamt wurden die Zahlen der beiden Vormonate damit heute um 103.000 Stellen nach unten korrigiert.


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Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sank von 4,2 % im Juni auf 4,1 % im Juli. Die Arbeitslosenquote findet an den Finanzmärkten normalerweise weniger Beachtung als die Zahl der neu geschaffenen Stellen. Der Rückgang hatte damit zu tun, dass auch weniger US-Amerikaner eine Stelle suchten und deshalb aus der Statistik zur Arbeitslosenquote herausfielen.

Die durchschnittlichen Stundenöhne legten im Juli nur um 0,1 % zu, während ein Anstieg um 0,3 % erwartet wurde. Dies könnte Inflationssorgen etwas abmildern.

An den Finanzmärkten kommen die schwachen Arbeitsmarktdaten in einer ersten Reaktion sehr gut an. Die US-Aktienfutures schießen unmittelbar nach der Veröffentlichung nach oben, während der DAX auf ein neues Allzeithoch steigt. Verantwortlich dafür ist, dass mit einem schwächelnden Arbeitsmarkt die Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed deutlich sinkt.

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Auch der Goldpreis reagiert mit einem deutlichen Kurssprung. Offenbar setzen die Anleger darauf, dass der unerwartet schwache Arbeitsmarkt den Spielraum der US-Notenbank für eine weitere Zinserhöhung deutlich einschränkt.

Fazit: Der US-Arbeitsmarkt schwächelt erheblich. Im Juli gingen außerhalb der Landwirtschaft überraschend 23.000 Stellen verloren, während mit einem deutlichen Stellenaufbau gerechnet worden war. Gleichzeitig wurde auch der bereits schwache Stellenaufbau im Juni kräftig nach unten revidiert. Zwar sank die Arbeitslosenquote überraschend auf 4,1 %, die weiter rückläufige Erwerbsbeteiligung relativiert dieses positive Signal aber. Eine baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank wird mit den heutigen Daten deutlich unwahrscheinlicher. Genau darauf reagieren die Märkte: Die US-Futures schießen nach oben und der DAX markiert ein neues Allzeithoch.

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  • masi123
    masi123

    Und spätestens nächste Woche hat man wahrscheinlich wieder Zweifel, ob es der Wirtschaft vielleicht schlechter geht als erwartet. Zinserhöhungen vor den Wahlen würde ich sowieso unabhängig von den Daten als unwahrscheinlich ansehen.

    15:10 Uhr, 07.08.