Fundamentale Nachricht
16:10 Uhr, 25.02.2015

US-Börsen: Leichter vor Yellen-Auftritt

Nach der Rekordfahrt an den New Yorker Börsen ist am Mittwoch mit einer Verschnaufpause zu rechnen. Heizte Fed-Chefin Yellen mit ihren Aussagen zur Geldpolitik in den USA den Anlegern am Vortag noch ein, drücken heute eher schwächere Geschäftszahlen auf die Stimmung.

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US-Börsen - Zurückhaltung ist das Gebot der Stunde

Am Dienstag konnten die US-Indizes nach dovishen Aussagen von Fed-Chefin Yellen vor dem US-Senat moderate Gewinn einfahren. Yellen betonte, dass der Beginn der geldpolitischen Straffung datenabhängig sei und wiederholte, dass die Forward Guidance vor einer ersten Zinserhöhung geändert werden würde. Trotz der guten Arbeitsmarktentwicklung zweifelt die Fed-Chefin noch an der Konjunkturerholung. Heute spricht sie vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses. Neuigkeiten sind nicht zu erwarten, dennoch dürften die Investoren zuvor die Füße still halten. Der Dow Jones notiert im frühen Handel leicht tiefer bei 18.190 Punkten.

Berlin geht mit Athen erneut hart ins Gericht

Die Bundesregierung hat Griechenland aufgefordert, die Zusagen einzuhalten, die das Land für eine Verlängerung des Hilfsprogramms gemacht hat. Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, wenn jetzt erneut die Frage eines Schuldenschnitts aufgebracht werde, sei dies deplatziert und nicht nachvollziehbar. Der griechische Finanzminister Varoufakis hatte zuvor in einem Interview gesagt, eine Umschuldung sei ein Kriterium dafür, dass das Land an die Kapitalmärkte zurückkehren könne. Nach den Worten von Regierungschef Tsipras muss Griechenland die angekündigten Reformen zeitnah in die Tat umsetzten. Nur so werde das Land gegenüber seinen EU-Partnern Glaubwürdigkeit zurückgewinnen, sagte Tsipras nach Angaben seines Büros am Mittwoch.

USA: Neubauverkäufe steigen etwas stärker als erwartet

In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im Januar etwas stärker als erwartet ausgefallen. Sie lagen im Berichtsmonat bei annualisiert 481.000 Häuser, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem geringeren Anstieg auf 477.000 gerechnet. Der Vormonatswert wurde um 1.00 auf 482.000 nach oben revidiert.

Hewlett-Packard: Anleger reagieren verschnupft auf gesenkten Gewinnausblick

Der kriselnde Computerkonzern Hewlett-Packard hat im ersten Quartal einen Umsatzrückgang um 5 Prozent auf 26,8 Milliarden Dollar verzeichnet. Der Gewinn fiel um 4 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Analysten hatten deutlich bessere Werte erwartet. Das Management senkte mit Verweis auf Währungsrisiken die Gewinnprognose. Im Geschäftsjahr 2015 rechnet Hewlett-Packard nun nur noch mit einem Gewinn von 3,53 bis 3,73 Dollar je Aktie (Konsensprognose 3,95 Dollar).

Hertz Global äußert sich skeptischer zu 2014

Hertz Global hat ein Update zu den Zahlen zum Gesamtjahr 2014 veröffentlicht. Demnach erwartet der Konzern für das vergangene Jahr nur noch ein operatives Ergebnis (EBITDA) am unteren Rand der bisherigen Prognose von 1,30 bis 1,45 Milliarden Dollar. Beim Umsatz wird ein Betrag von 2,55 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Apple unterliegt in Patentverfahren

Apple ist in einem Patentverfahren zur Zahlung von 533 Mio. Dollar an Smartflash LLC verurteilt worden. Der iPhone-Konzern soll 3 Patente verletzt haben.

Lowe’s meldet bessere Zahlen als erwartet

Der Home Depot Rivale Lowe's hat mit seinen Zahlen zum vierten Quartal insgesamt positiv überrascht. Der Gewinn stieg zum Vorjahr um 17 Cent auf 0,46 Dollar je Aktie, die Konsensprognose lag 3 Cent darunter. Der Umsatz kletterte im abgelaufenen Geschäftsquartal deutlich auf 12,54 Milliarden Dollar.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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