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16:05 Uhr, 26.02.2015

US-Börsen: Durchwachsene Konjunkturdaten liefern keine Impulse

Unternehmensnachrichten rücken heute in den Hintergrund, im Blick der US-Anleger stehen Wirtschaftsdaten. Doch diese können keine Akzente setzen. An der Wall Street treten die großen Indizes auf der Stelle.

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US-Börsen - Mühsam und zäh

Den Trend an der Wall Street sollten heute eigentlich wichtige Konjunkturdaten vorgeben. Aber weder die Inflationsrate für Februar in den USA noch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe konnten am Markt nachhaltige Impulse setzen. Die US-Indizes treiben im frühen Handel lustlos vor sich hin. So notiert der Dow Jones aktuell um 0,13 Prozent tiefer, die Nasdaq liegt in gleicher Größenordnung unter dem gestrigen Schlusskurs.

USA: Hauspreise steigen

Die Hauspreise in den USA sind im Dezember stärker gestiegen als erwartet. Zum Vormonat seien die Preise um 0,8 Prozent nach oben gegangen, nach revidiert 0,7 Prozent (zuvor: 0,8) im Vormonat, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) mit. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde der verstaatlichten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac.

US-Inflationsrate erstmals seit vielen Jahren wieder im negativen Bereich

Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, lag die Jahresinflationsrate im Januar 0,1 % tiefer als ein Jahr zuvor. Es ist die erste negative Jahresrate seit Oktober 2009. Die um Energie- und Nahrungsmittelpreise bereinigte Teuerung lag wie im Vormonat bei 1,6 Prozent. Im Monatsvergleich gingen die Verbraucherpreise im Januar um 0,7 Prozent zurück. Das war etwas mehr als mit minus 0,4 Prozent erwartet wurde. Die US-Notenbank Fed könnte ihren in Aussicht gestellten Zinserhöhungskurs wegen der schwachen Preisentwicklung verschieben.

Auftragseingang langlebiger Güter deutlich höher als gedacht

In den USA ist der Auftragseingang langlebiger Güter im Januar um 2,8 % und damit mehr deutlich stärker als erwartet gestiegen (Prognose: +1,7 %). Die Zahlen zu den Ordervolumina schwanken gewöhnlich stark. Im Vormonat war ein Rückgang um 3,3 Prozent vermeldet worden.

US-Arbeitsmarkt: Mehr Anträge auf Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der Woche zum 21. Februar um 31.000 auf 312.000 angestiegen. Experten hatten zuvor 285.000 Anträge erwartet.

Morgan Stanley trifft Vergleich mit US-Behörden

Die US-Großbank Morgan Stanley hat sich mit den US-Behörden auf die Zahlung von 2,6 Milliarden Dollar geeinigt. Es geht dabei um fragwürdige Hypothekengeschäfte aus dem Jahr 2008, die Mitauslöser der großen Finanzkrise waren.

Sears Holdings mit hohem Umsatzrückgang

Die Sears Holdings Corp. hat im vierten Quartal einen Gewinn im Rahmen der Erwartungen erzielt. Der Umsatz sank hingegen überraschend stark (um 24 Prozent) auf 8,1 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen Umsatzausweis von 8,3 Milliarden Dollar erwartet.

Salesforce erhöht Umsatzprognose

Beim SAP-Rivale Salesforce laufen die Geschäfte sehr gut. Die Softwareschmiede hat die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr deshalb leicht erhöht. In 2015 soll der Umsatz nun auf 6,48 bis 6,52 Milliarden Dollar steigen. Im Ende Januar abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 ging der Umsatz um fast ein Drittel auf 5,37 Milliarden Dollar nach oben. Wegen der hohen Kosten für den Wachstumskurs stand unter dem Strich allerdings ein Verlust von 263 Millionen Dollar.

Google an Unternehmen aus der Fitness-Branche interessiert

Der Internetkonzern Google plant laut einem US-Technologieblog den Einstieg bei dem Fitness-Messgeräte-Hersteller Jawbone. Dessen Marktwert soll sich auf 3 Milliarden Dollar belaufen.

IBM bestätigt Prognosen für 2015

Der Technologiekonzern IBM hat auf seiner jährlichen Investorenkonferenz die Prognose für das Geschäftsjahr nochmals bekräftigt. Nach wie vor erwartet der Vorstand ein operatives Ergebnis je Aktie von 15,75 bis 16,50 Dollar. IBM kündigte zudem an, in 2015 einen Investitionsbetrag von 4 Milliarden Dollar in den Ausbau von Cloud-Anwendungen und die Erweiterung der MobileFirst-Plattform an.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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