Trump wirft Nato-Ländern Untätigkeit in Sachen Iran vor
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DJ IRAN-BLOG/Trump wirft Nato-Ländern Untätigkeit in Sachen Iran vor
Nachrichten, Kommentare, Einschätzungen und Entwicklungen im Nahen Osten:
Trump wirft Nato-Ländern Untätigkeit in Sachen Iran vor
US-Präsident Donald Trump hat Mitgliedsländern der Nato vorgeworfen, "absolut nichts" zu tun, um den USA bei ihrem militärischen Vorgehen gegen den Iran zu helfen. Damit verstärkte er seine jüngste Kritik an dem Militärbündnis, dem auch Amerika angehört. Die US-Verbündeten haben indes erklärt, sie seien nicht konsultiert worden, bevor die USA und Israel Ende Februar mit Angriffen auf den Iran begannen. Einige Länder kritisierten die Trump-Regierung wegen mangelnder Klarheit über ihre Kriegsziele, obwohl mehrere Länder den USA die Nutzung ihrer Militärbasen in dem Konflikt gestattet haben. "Nato-Nationen haben absolut nichts getan, um zu helfen", schrieb Trump in der in Großbuchstaben verfassten Nachricht auf Truth Social. Er schrieb, die USA, die "nichts von der Nato brauchen", würden "diesen sehr wichtigen Zeitpunkt" nicht vergessen.
Israel meldet Tötung des IRGC-Marinekommandeurs
Israel hat nach eigenen Angaben den Kommandeur der Marine der iranischen Revolutionsgarde (IRGC), Alireza Tangsiri, zusammen mit hochrangigen iranischen Marineoffizieren bei nächtlichen Luftangriffen getötet. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, Tangsiri sei "unmittelbar verantwortlich" für die Verminung und Blockade der Straße von Hormus gewesen. Der Angriff sei eine Botschaft an die USA, dass Israel bereit sei, bei der Öffnung der Meerenge zu helfen, sagte Katz.
Revolutionsgarde: Iranischer Angriff auf Israel dauert an
Die Islamische Revolutionsgarde des Iran hat erklärt, sie habe im Morgengrauen eine neue Welle von Raketen und Drohnen im Rahmen eines Angriffs auf Israel abgefeuert, der noch andauert, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete. Die Revolutionsgarde gab laut IRNA an, militärische und industrielle Ziele rund um das Tote Meer in Israel angegriffen zu haben. Zuvor hatten israelische Behörden von Schäden und Verletzten in Zentralisrael berichtet, nachdem eine Warnung vor Raketen aus dem Iran losgegangen war. Das israelische Militär versandte den ganzen Vormittag über mehrere Warnmeldungen, um die Zivilbevölkerung in Israel in Schutzräume zu leiten.
Israelischer Soldat im Südlibanon getötet
Ein israelischer Soldat ist im Südlibanon im Einsatz getötet worden, wie das israelische Militär mitteilte. Der 21-jährige Oberfeldwebel Ori Greenberg war Soldat einer Aufklärungseinheit der Golani-Brigade, so das Militär. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach der Familie des Soldaten sein Beileid aus und sagte, er habe "mit Mut für die Verteidigung unserer Nordgrenze" gekämpft. Israel hat seine Bodenoperationen im Libanon im Kampf gegen die vom Iran unterstützte militante Gruppe Hisbollah intensiviert.
Trump will Krieg in den kommenden Wochen beenden - Kreise
US-Präsident Donald Trump hat in den vergangenen Tagen gegenüber Vertrauten geäußert, dass er einen langwierigen Krieg im Iran vermeiden wolle. Zudem hoffe er, den Konflikt in den kommenden Wochen zu beenden, wie informierte Personen sagten. Fast einen Monat nach Beginn des Krieges hat der Präsident seine Berater privat darüber informiert, dass sich der Konflikt seiner Meinung nach in der Endphase befinde. Er drängte sie, an dem von ihm öffentlich skizzierten Zeitplan von vier bis sechs Wochen festzuhalten, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Die Erwartung sei, dass der Krieg vor Beginn des für Mitte Mai angesetzten Treffens mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking beendet sein würde, sagten einige der Personen.
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