Analyse
13:45 Uhr, 26.03.2026

ASML - Großaufträge sorgen für Planungssicherheit

ASML kann nach Einschätzung von Bernstein Research bis Ende 2028 mit spürbar zusätzlichem Wachstum rechnen. Der Analyst David Dai hob das Kursziel für den niederländischen Halbleiterausrüster von 1600 auf 1700 EUR an und bestätigte seine Einstufung mit "Outperform".

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  • ASML - WKN: A1J4U4 - ISIN: NL0010273215 - Kurs: 1.172,000 € (XETRA)

Auslöser ist eine neue Dynamik im Markt für DRAM-Speicherchips, deren Hersteller ihre Produktionskapazitäten deutlich schneller ausbauen als bislang erwartet.

Im Zentrum der jüngsten Analyse steht der steigende Bedarf an EUV-Lithografiesystemen, dem technologischen Kernprodukt von ASML. Bernstein rechnet damit, dass die zusätzliche DRAM-Kapazität von 145.000 Wafern pro Monat im Jahr 2025 auf 245.000 im Jahr 2026 steigt. Für 2027 und 2028 erwartet das Analysehaus eine weitere Beschleunigung auf 330.000 beziehungsweise 435.000 Wafer pro Monat. Insgesamt würden die drei größten DRAM-Hersteller zwischen 2026 und 2028 rund 1 Mio. Wafer Monatskapazität neu aufbauen. Die gesamte Branchenkapazität läge damit bei 2,58 Mio. Wafern pro Monat.

Mehr EUV-Nachfrage aus dem DRAM-Segment

Für ASML ist diese Entwicklung von zentraler Bedeutung, weil moderne DRAM-Fabriken in wachsendem Umfang auf EUV-Technologie angewiesen sind. Bernstein kalkuliert, dass für jeweils 100.000 Wafer neuer Greenfield-Kapazität im 1c-Knoten sechs EUV-Maschinen erforderlich sind. Beim fortschrittlicheren 1d-Knoten dürfte der Bedarf sogar auf sieben bis acht Systeme steigen. Hinzu kommen Aufrüstungen bestehender Linien: Der Wechsel von 1a auf 1c erfordere etwa drei zusätzliche EUV-Anlagen je 100.000 Wafer Kapazität.


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Auf dieser Basis erhöht Bernstein seine Prognosen für ASML deutlich. Für 2028 rechnet das Haus nun mit 92 ausgelieferten EUV-Systemen statt bislang 79. Davon sollen allein 44 Maschinen an DRAM-Kunden gehen. Das entspräche 45 % der gesamten EUV-Auslieferungen von ASML. Zum Vergleich: 2025 dürften es laut Bernstein erst 18 Systeme für DRAM sein, was einem Anteil von 34 % entspräche.

Mit den höheren Auslieferungserwartungen wächst auch der Ergebnisausblick. Bernstein hebt die Gewinnprognose je Aktie für 2028 von 45,3 auf 50,4 EUR an. Die Bewertung basiert unverändert auf einem Multiplikator von 40 auf den erwarteten Gewinn, woraus sich das neue Kursziel von 1700 EUR ableitet. In der europäischen Halbleiterbranche bleibt ASML für Bernstein damit der bevorzugte Wert, der "Top Pick" im Sektor.

Strategisch unterstreicht die Studie, wie stark ASML inzwischen von der nächsten Investitionswelle in der Speicherindustrie profitieren könnte. Während lange vor allem Logikchips und Foundries als Treiber der EUV-Nachfrage galten, rückt nun auch DRAM als zweite große Wachstumsachse in den Vordergrund. Das verbreitert die Abhängigkeit des Konzerns von einzelnen Endmärkten nicht nur, sondern macht den Investitionszyklus potenziell robuster.

Fazit: An ASML führt kein Weg dran vorbei, auch wenn Elon Musk es bei seiner neuen Terafabrik scheinbar anders lösen will. Er will neue "Prozesse erfinden" und herkömmliche Fertigungsprinzipien einfach umgehen. Man darf gespannt sein, ob dies gelingt. Der Rest der Welt sieht es anders und setzt weiterhin auf ASML-Lösungen. Die jüngste Konsolidierung verläuft bislang im bullischen Rahmen. Rücksetzer Richtung 1.000 EUR wären für einen antizyklischen Einstieg wünschenswert.

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Jahr 2025 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. EUR 32,66 37,58 44,03
Ergebnis je Aktie in EUR 24,71 29,70 37,57
KGV 47 39 31
Dividende je Aktie in EUR 7,50 8,35 9,95
Dividendenrendite 0,64% 0,71% 0,85%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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