Kommentar
12:30 Uhr, 02.02.2026

Trump droht schon mit Klage gegen Warsh

Erst am Freitag wurde Kevin Warsh als künftiger US-Notenbankchef von Trump nominiert. Nur einen Tag später scherzte der US-Präsident schon, dass er Warsh verklagen könnte, wenn dieser die Zinsen nicht senkt. (Fundamentaler Wochenausblick)

Die Nominierung von Kevin Warsh als US-Notenbankchef hat für erhebliche Marktturbulenzen gesorgt. Crashartig nach unten ging es vor allem bei den Edelmetallen und Kryptowährungen. Besonders starke Verluste gab es beim Silberpreis, der in der Spitze um mehr als 30 % fiel. Aber auch bei Gold und Bitcoin fielen die Notierungen seit Freitag deutlich.

Entwicklung der Edelmetallpreise seit Donnerstag (Indikationen)
Statischer Chart
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Zuletzt hat sich Warsh mehrfach für niedrigere Zinsen ausgesprochen. Allerdings war dies nicht immer so: Vor allem während der Finanzkrise, als Warsh im Verwaltungsrat der US-Notenbank saß, trat er wiederholt als geldpolitischer "Falke" in Erscheinung. Warsh warnte damals vor zu starken Zinssenkungen und machte sich sogar während des Crashs 2008 mehr Sorgen um eine zu hohe Inflation als um den Konjunktureinbruch. Warsh gilt zudem als Verfechter einer geringeren Fed-Bilanzsumme.

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